In der Textilbranche ist oft eine logistische Meisterleistung notwendig, um die Rohstoffe an den Produktionsstandort zu verbringen, die fertigen Textilien aus dem Ursprungsland an die Distributionszentren zu transportieren und via Containerverschiffung in das Empfängerland zu versenden. Die Verfolgung der durchgängigen Lieferkette mittels der RFID-Technologie scheint für eine zunehmende Zahl an Unternehmen der Fashion-Branche interessant zu sein - ob zur Optimierung der Logistik, für den Einsatz am Point-of-Sale, die Artikelsicherung oder den Plagiatschutz.
RFID als Katalysator für optimierte Strukturen
"Die Textilbranche wird die EPC Gen2-RFID-Technologie maßgeblich vorantreiben", ist sich Gerhard Frömming, Höft & Wessel, sicher. Er sieht das Potenzial für die Technologie im gesamten logistischen Ablauf und erklärt, warum aus Datenschutzsicht keine Risiken bestehen. Welche weiteren interessanten Entwicklungen mobile Systeme und Handhelds von morgen beinhalten werden, erläutert Frömming im Interview.
Grenzenlose Transparenz
Komplexe betriebliche Strukturen, ein zunehmender Preiskampf, hohe Inventurdifferenzen, enge Margen, der internationale Wettbewerb sowie die Reduktion von Lagerorten erfordern intelligente Identifikationstechnologien wie RFID. Hans Peter Scheidt, ADT Sensormatic, erläutert in seinem Beitrag, wie RFID innerhalb der textilen Wertschöpfungskette - von der Produktion über die Logistik bis zum Point-of-Sale - die einzelnen betrieblichen Prozesse optimiert.
RFID bringt Schwung ins Geschäft
RFID-Diebstahlsicherung bei Outdoor-Bekleidungs- und Ausrüstungshersteller Northland, Produktionssteuerung via RFID bei Hemdenhersteller Van Laack, Markenschutz bei Sternjakob, Hersteller der Schultaschen Scout und 4You: Die vielfältigen Möglichkeiten, die sich mittels RFID der Textilbranche bieten, zeigt Dominik Berger, RF-iT Solutions, in seinem Beitrag detailliert auf. So eröffne RFID nicht nur theoretische Lösungsmöglichkeiten, sondern verknüpfe auch die technische Machbarkeit mit ökonomischen Vorteilen.
Transparenz im Einzelhandel
Rainer Jilke, Projektleiter RFID bei Karstadt Warenhaus, spricht über die aktuellen Ergebnisse des RFID- Praxiseinsatzes in der Herrenabteilung bei Karstadt-Düsseldorf. So liege die Leserate bei der Wareneingangskontrolle heute bei 99,6 Prozent. Wie sich die Prozessverbesserungen auf die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen auswirken und welche Vorteile sich für Umsatz, Bestand und Lagerumschlag ergeben, entnehmen Sie der Reportage.
Verbesserte Warenverfügbarkeit
Inwieweit die Finanzkrise zum Durchsetzen der RFID-Technologie beitragen kann, dazu äußert sich Michael Wessing, MW Consulting Logistik, im Interview. Er erklärt, warum es sich bisher schwierig gestaltet, die entsprechende Wirtschaftlichkeit der Technologie für Warenhäuser nachzuweisen und berichtet über aktuelle RFID-Projekte im Textilsektor.
Lesen Sie außerdem in der Reportage "Die textile Wertschöpfungskette":
- Hemdenhersteller Seidensticker taggt Ware in der Logistik
- RFID-Rollout bei Schweizer Einzelhändler Manor
- Kindermodespezialist Lemmi Fashion schließt RFID-Projekt ab
- Projekt "Prozeus" unterstützt bei der RFID-Einführung
- RFID-basierte Assistenzsysteme helfen bei der Kaufentscheidung
- Textiler Transponder wird in Kleidungsstück eingenäht
- RFID-basiertes SCM-System macht Logistikprozesse transparent
- Marken- und Designer-Outlet nutzt RFID zur Präsentation von Mode im Schaufenster
- Praxiseinsatz bei Bekleidungshersteller NP Collection










