Dräger & Lienert stattet Mini-Cebit beim BSVH mit Navigationsguide aus
In Zusammenarbeit mit dem BSVH Hamburg, stattet Dräger & Lienert die Ausstellungsräume in dem Gebäude Holsteinischer Kamp 26 mit RFID-Tags aus. Die Tags sind für die Dauer der Ausstellung an den Schildern befestigt. Ein fühlbarer Punkt erleichtert den Besuchern das Auffinden der Tags. „Die Ausstellung richtet sich an sehbehinderte Menschen, die sich für Hilfsmittel interessieren, sei es für den Bereich der beruflichen Integration oder Hilfsmittel des alltäglichen Bedarfs. Wir wünschen uns ebenfalls technische Berater und Arbeitgeber als Besucher, die sich mit der Integration blinder Menschen beschäftigen", äußert sich Hansjörg Lienert, Geschäftsführer von Dräger & Lienert, gegenüber „RFID im Blick".
Die jährliche Ausstellung findet am 11. und 12. Juni in Hamburg statt. Lienert erwartet etwa 20 Unternehmen aus dem Rehabilitationsbereich. Diese demonstrieren Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen. Die Unternehmen sind auf einer Platte in Form von taktilen Knöpfen in alphabetischer Reihenfolge repräsentiert. Mithilfe des Milestone, ein Hörbuch-Abspielgerät für sehbehinderte Menschen, welcher über eine zusätzliche integrierte RFID-Komponente verfügt, können die in der Ausstellung vorhandenen RFID-Tags (Knöpfe) gescannt werden. Über eine MP3-Sprachdatei sagt der MileStone den Firmennamen, die Standnummer und den Namen des Raums sowie die Etage an. Basis ist das von Dräger & Lienert entwickelte System „Tag It Guide", ein Informations- und Leitsystem für Menschen mit Sehproblemen. Das Unternehmen bietet für die Ausstellung zudem einen Download für die vom Tag It Guide für den MileStone synthetisierten Daten auf ihrer Website an.
„Mit dem Tag It Guide-Testfeld bei der Mini-Cebit beim BSVH wollen wir ein praktisches Anwendungsbeispiel für Navigation persönlich erlebbar machen. Wir hoffen zudem, dass Entscheidungsträger von diversen Unternehmen angeregt werden, mit uns zusammen weiterzudenken und fortschrittlichere Technologien für blinde Menschen einzusetzen", so Lienert.
Lienert möchte zudem öffentliche Gebäude, Museen, Einkaufszentren, Behörden und Krankenhäuser für blinde Menschen erschließbar machen. Zu der technischen Herausforderung stellt sich laut Lienert noch ein anderes Problem. „Wir operieren auf einem Gebiet, dass keinem Massenmarkt unterliegt. Wir sind in einem Nischenbereich tätig und arbeiten nicht mit Forschungs- oder Fördergeldern. Eine Verzögerung unserer Projekte ergibt sich oft auch durch das monatelange Warten auf die Zustimmung der Entscheidungsträger von diversen Blinden-Verbänden."
Diverse Projekte sind bereits in Planung oder wurden durchgeführt. Beispielsweise hat die deutsche Blindenstudienanstalt die hessische Staatskanzlei in Wiesbaden mit dem Tag It Guide-System ausgestattet. Beantragt ist zudem die Installation des Systems im Nordseemuseum in Husum.
Bild: Dräger & Lienert Informationsmanagement GbR


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






