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RFID hemmt Explosionsgefahr bei Gasflaschen

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ATEX-zertifizierte TransponderATEX-zertifizierte Transponder überprüfen Wartungsintervalle

Laut Helge Peters von Ferroxcube Deutschland ist auf dem RFID-Markt zurzeit ein Trend in der Chargenverfolgung von Arzneimitteln zu verzeichnen. "In einigen EU-Ländern, beispielsweise in Spanien, gibt es einen Gesetzeserlass, der eine „batch-weise“ Zurückverfolgung von Arzneimitteln vorschreibt. Daher gibt es eine große Nachfrage nach HF-Tags, die in metallischen Umgebungen und durch Flüssigkeiten hindurch einwandfrei lesbar sind", beschreibt der Ingenieur die aktuelle Entwicklung.

Als weiteres Trend-Beispiel nennt Peters den großen Umlauf von Gaszylinderflaschen, sogenannten LPG-Flaschen in Indien. "Die Problematik war bislang, dass man diese Geräte nicht im HF-Bereich taggen konnte, da diese rein metallisch sind. Zudem existierte bisher kein HF-Tag mit ATEX-Zertifizierung für die Explosionsgefährdung der Gasflaschen." Neu entwickelte ATEX-Tags ermöglichen nun die Überprüfung der Wartungsintervalle und Einsatzzyklen dieser Gasflaschen.

Zudem kämen vermehrt Anfragen aus nahezu allen Bereichen der Industrie, da das Tagging mittlerweile auch im HF-Bereich direkt auf metallischem Untergrund erfolgen könne. "RFID-Transponder sind bei vielen Unternehmen erwünscht, aber aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise werden mögliche Investitionen in diesem Bereich nach hinten gestellt und weiterhin auf „Althergebrachtes“ gesetzt. Ich sehe nach wie vor ein hohes Interesse an RFID, aber die Umsetzung erfolgt langsamer, als erwartet", lautet die abschließende Einschätzung des Experten.

ATEX, die französische Abkürzung für „Atmosphère explosible“, führt nach den beiden Richtlinien 94/9/EG und 1999/92/EG der Europäischen Gemeinschaft, für sämtliche elektronische Komponenten eine Zertifizierung durch, welche erlaubt, diverse Produkte sicher in explosionsgefährdeten Ungebungen zu betreiben. Zum einen dürfen sich die Produkte nicht statisch aufladen oder entladen und somit Funken generieren, zum anderen muss das Gehäuse entsprechend beschaffen sein, damit dieses Chemikalien, beispielsweise Säuren standhält. Hierfür eignet sich für die Tags ein Epoxyd-Verguss und darüber hinaus eine Verkapselung mit Polyamid (Nylon). Betriebstemperaturen von 120-130 Grad sind dadurch möglich.

Foto: wagg66 (photocase)

 

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