Gemeinde bei Leipzig nutzt Funktechnologie für eindeutige Identifizierung
Rund 1 500 Straßenbäume sowie zusätzlich zirka 500 Parkbäume stehen in der Gemeinde Borsdorf nahe Leipzig. Seit knapp anderthalb Jahren sind alle Alleebäume mit baumverträglichen, wasserfesten Kunststoffschrauben markiert, in denen jeweils ein RFID-Chip enthalten ist, der jeden Baum eindeutig identifiziert.
Mit einem PDA erfasst der Baumkontrolleur - in diesem Fall der Verwaltungsangestellte Andreas Burkhard aus dem Ordnungsamt Borsdorf - Informationen wie Alter des Baumes, Baumhöhe und Baumnummer und gibt zudem weitere Hinweise wie Baumschäden vor Ort in das mobile Gerät ein. Zurück im Büro, erfolgt der Anschluss des PDA an den Computer, und ein Programm aktiviert die vorzunehmenden Maßnahmen, die nun am Rechner dargestellt werden. Auch der Bauhof der Gemeinde hat Zugriff auf dieses System und kann einsehen, welche Handlung an dem jeweiligen Baum durch die Mitarbeiter vorgenommen werden muss.
"Ein weiterer Vorteil ist, dass nun kein Kontrolltermin mehr verpasst wird, denn das Informationssystem benachrichtigt mich per E-Mail, sobald die Kontrolle eines Baumes ansteht. Je nach Alter des Baumes erfolgt die Überprüfung in halb- bis einjährigen Schritten", erläutert Baumkontrolleur Andreas Burkhard. Seit Einführung des Systems konnten zudem der Arbeits- und Papieraufwand deutlich reduziert werden und auch die Führung des Baumkatasters hat sich nach Angaben des Verwaltungsangestellten erheblich vereinfacht. "Jede Untersuchung wird mit einem Zeitstempel dokumentiert und die Verkehrssicherheit der Bäume automatisch nachgewiesen", berichtet der Mann vom Ordnungsamt.
Text: RFID im Blick (JS)
Foto: seraph (photocase)


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






