Unternehmen plant Ausweitung der Implementierung
Der Schweizer Bekleidungseinzelhändler Charles Vögele führt die nach eigenen Angaben erste auf Standards basierende RFID-Lösung auf Artikelebene für die gesamte Lieferkette ein. Die Lösung von Checkpoint Systems zielt darauf ab, die Warenverfügbarkeit zu verbessern sowie Umsatz und Gewinnspanne zu erhöhen. Nach rund zwei Jahren Konzeption, Forschung und Entwicklung hieß es Mitte 2008 für das RFID-Pilotprojekt in den vier slowenischen Filialen von Charles Vögele "Go live!". Seitdem werden sämtliche für den slowenischen Markt bestellten Artikel durch Lieferanten in Asien mit RFID-Etiketten ausgezeichnet. Jetzt plant das Unternehmen den langfristigen, stufenweisen Rollout in weiteren Ländern.
Die ersten mit RFID-Etiketten getaggten Artikel wurden zum Saisonwechsel Sommer/Winter 2008 an die slowenischen Filialen ausgeliefert. "Mt Verkauf des ersten getaggten Artikels war es Charles Vögele möglich, die gesamte Supply Chain vom Lieferanten bis zum Endkunden mit RFID abzubilden", so Thomas Beckmann, Leiter Supply Chain Management bei der Charles Vögele Gruppe. Insgesamt hat der Bekleidungseinzelhändler zirka 400 000 Artikel, dies sind sämtliche der für den slowenischen Markt bestellten Artikel, mit RFID-Etiketten ausgestattet. Der RFID-Pilot in Slowenien wurde mit Abschluss der Saison beendet.
Für seinen Ansatz wurde Charles Vögele kürzlich mit dem „Best RFID Implementation Award” vom US-amerikanischen Fachmagazin „RFID Journal“ ausgezeichnet. Durch die Kennzeichnung der Kleidungsstücke mit intelligenten Etiketten an den einzelnen Bekleidungsstücken ab Herstellung sollen die Einzelhändler ihre Lieferketten modernisieren können. Gelesen werden die Etiketten entlang der gesamten logistischen Kette und in der Filiale selbst. Durch die Möglichkeit, Kleidungsstücke in den Hinterräumen, auf der Verkaufsfläche, in den Umkleidekabinen und am Point of Sale zu verfolgen, könne der Einzelhändler seine Prozesse verbessern und die Warenverfügbarkeit im Regal erhöhen, lautet die Einschätzung von Checkpoint Systems. Diese Transparenz ermögliche es den Einzelhändlern, ihre Warenbestückung zu optimieren sowie Out-of-Stock-Situationen und den Lagerbestand zu reduzieren, während der Umsatz gleichzeitig gesteigert werden könne. Die richtige Ware erreiche somit die richtigen Verkaufsregale in den Filialen zum richtigen Zeitpunkt erreicht.
Charles Vögele kann nun jedes einzelne Kleidungsstück entlang seiner gesamten Lieferkette verfolgen und dadurch eine Warenverfolgung in Echtzeit erreichen. Diese Fähigkeit führt dazu, logistische Fehler automatisch zu reduzieren sowie Ausnahmen wie Packfehler und ungenaue Warenlieferungen zu vermeiden. Die Filialen von Charles Vögele verfügen nun über eine genaue Übersicht über die Warenbestände auf der Verkaufsfläche sowie in den Hinterräumen und können ihre Lager schneller und effizienter auffüllen als dies mit dem früheren manuellen Prozess möglich war. Charles Vögele kann somit sicherstellen, dass die beliebtesten Artikel immer vorrätig sind und in den Filialen präsentiert werden.
Nachdem die Lösung in den slowenischen Stores eingeführt wurde, plant Charles Vögele nun, die Lösung entlang seiner weltweiten Lieferkette und in den europäischen Stores einzusetzen.
Text: RFID im Blick (JS)
Foto: Charles Vögele Gruppe


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






