Techniken zur Umgehung des Problems
"Das Problem beim Einsatz von RFID-Technologie auf metallischen Flächen sind unkontrollierte, energetische Schwingungen, die durch die vom Leser aufgenommene Energie entstehen, sowie unkontrollierte Gegenfrequenzen des Trägermaterials", lautet die Einschätzung von Peter Seeck, Fis Organisation, im Gespräch mit "RFID im Blick". Aber es bestünden unterschiedliche Techniken, mit denen dieses Problem umgangen werden könne.
Die Folge der unkontrollierten Schwingungen und Gegenfrequenzen sei das Aufeinandertreffen gewollter und nicht gewollter Energie, die einander gegen null kompensiert. "Der Negativeffekt aus gegenseitig kompensierenden Wellen ist stärker erkennbar, wenn durch die Frequenz und Entfernung zum Objekt häufiger eine positive auf eine negative Ladung trifft", so der RFID-Experte. Hieraus erkläre sich auch, warum LF- und HF-Transponder in der Regel weniger Schwierigkeiten in metallischer Umgebung bereiten, als UHF-Transponder. "Bei LF- und HF-Antennen kommt es in der Regel zu einer Resonanzverschiebung, die sich durch eine Fehler-/Antifehler-Kompensation beheben lässt. Im UHF-Bereich ist die Wirkung ungleich höher, da hier durch den Dipol auf einem unipolarem Untergrund nahezu jede unerwünschte Resonanz zu einer Kompensation führt", führt Peter Seeck aus.
Eine Technik zur Umgehung dieses Problems sei die Gegenkompensation, bei der dem Transponder bewusst eine falsche Frequenz gebe, die sich durch den Fehler des Trägers wieder gegen null kompensiere. Eine weitere Möglichkeit biete sich durch die Dämmung mittels spezieller Materialien, welche die Resonanz des Trägers energetisch dämme und glätte. Hierdurch entstehe eine Energiedifferenz zwischen gewollter und ungewollter Resonanz, die das Leseergebnis verbessere. Zudem könne das Problem der zwei oder mehr Resonanzen umgangen werden, indem Teile des Trägers als Antenne genutzt würden. "Dieses Verfahren ist allerdings derzeit nur für Sonderkonstruktionen praktikabel", so die abschließende Einschätzung Seecks.
Text: RFID im Blick (MF)
Foto: Fis Organisation


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