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RFID-gestütztes System im Museum

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Ausstellungsraum des Jüdischen Museum Berlin

Die Entwicklung verschiedener RFID-basierter Lösungen, welche die Leistungsfähigkeit der RFID-Technologie in Museen und öffentlichen Einrichtungen mit großem Besucherverkehr demonstrieren, stehen im Mittelpunkt des auf drei Jahre angelegten Projektes (Februar 2008 bis Januar 2012) Projektes ‚Poseidon‘. Unterschiedliche Szenarien sollen im Jüdischen Museum Berlin getestet werden. „Derzeit arbeiten wir an dem Aufbau einer neuartigen Infrastruktur für den Prototypen. Erste Besuchertests wurden mit einzelnen RFID-ausgestatteten Testgeräten bereits durchgeführt“, informiert Michael A. Herzog, Projektleiter von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Berlin.

Eine Möglichkeit bietet das RFID-gestützte Besucherinformationssystem: Die Besucher erhalten die Informationen zu den einzelnen Objekten, ohne eine Nummer in das mobile Gerät eingeben zu müssen. Die Zustimmung der Testpersonen lag bei etwa 70 Prozent. Dies begründet der Projektleiter auch mit der Größe und geringeren Attraktivität der für die Tests verwendeten Geräte. Zum Vergleich: Andere Audio Guides des Museums laufen auf den beliebten iPhones und erzielten eine Zustimmung von über 90 Prozent.

Zukünftig können die Geräte auch zusätzliche Informationen liefern, beispielsweise welche Veranstaltungen an dem jeweiligen Tag im Museum oder in der Stadt laufen. Zudem eignet sich die Lösung auch als Unterstützung für das Museum, unter anderem bei der Notruf- Evakuierung. „Mittels der Guides lässt sich im Fall eines Notrufs im Museum feststellen, wie viele Besucher sich wo genau im Gefahrengebiet befinden“, berichtet Herzog. Das Ziel: Eine rekonfigurierbare und wiederverwendbare RFID-Infrastruktur, die sich nach Abschluss des Projektes auch auf andere Museen und öffentliche Einrichtungen übertragen lässt.

Das Konsortium des Projekts „Poseidon“ setzt sich zusammen aus der FHTW Berlin (unter Leitung der Forschungsgruppe INKA von Prof. Dr. Jürgen Sieck), der HU Berlin, dem Jüdischen Museum und den beiden Berliner Unternehmen Bitmanufaktur sowie Acoustiguide und wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Foto: Jüdisches Museum Berlin>/p>

 

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