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Schüler entwickeln RFID-basiertes SchulServiceSystem

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jugend_forschtNiedersächsisches Gymnasium plant RFID-Einführung

Mit dem Jugend forscht-Sonderpreis für das Fachgebiet Mathematik/Informatik sind in diesem Jahr drei Schüler des Gymnasium Adolfinum im niedersächsischen Bückeburg ausgezeichnet worden. Das ‚SchulServiceSystem‘ von Henning Hartmann, Anna-Lena Kruse und Wiebke Später soll den Schulalltag gerade für jüngere Schüler vereinfachen und bei Problemen wie der Vertretungs- oder Busplanabfrage sowie der Benachrichtigung der Eltern helfen. "RFID im Blick" sprach mit den drei Jungforschern.

Jeder Schüler erhält auf Wunsch einen RFID-Chip, beispielsweise in Form eines Schlüsselanhängers. Damit kann er sich an einem Terminal in der Schule identifizieren und die dort vorhandenen Funktionen nutzen, sowie in der Cafeteria oder am Schülerkopierer bezahlen. Zusätzlich ist es Eltern und Lehrern möglich, Nachrichten an die Schüler zu versenden, die ebenfalls an dem Terminal abgefragt werden können.

Das System haben die drei jungen Forscher in einem ersten Test mit einer siebten Klasse an ihrer Schule mit Ende dieses Schuljahres abgeschlossen. „Die Schüler waren sehr begeistert von unserer Erfindung“, berichtet die 16-jährige Anna-Lena Kruse. „Speziell die Benachrichtigungsfunktion ist auf Grund des Handy-Verbots in der Schule auf große Zustimmung gestoßen. Und auch von den Eltern kam das Feedback, dass diese sich wesentlich sicherer fühlen, da sich ihnen jetzt eine Möglichkeit bietet, ihre Kinder jederzeit zu erreichen.

“ Nach den Sommerferien ist ein größerer Test des ‚SchulService-System‘ an ihrer Schule - dem Gymnasium Adolfinum - geplant. Zunächst müssten die Schüler nach den Ferien eine Einverständniserklärung abgeben, dann werden die Daten eines jeden Schülers in eine Datenbank eingegeben. „Im Anschluss daran kann es sofort losgehen, denn die Technik funktioniert bereits“, freut sich Anna-Lena Kruse. „Unser Schulleiter möchte das System zudem auf die Bezahlfunktion in der Cafeteria ausweiten“, ergänzt Abiturient Henning Hartmann, der sich bereits vor diesem Projekt mit dem Thema ‚RFID‘ in einer Facharbeit beschäftigt hatte und in diesem Zusammenhang auch schon ein Lesegerät konzipiert hat.

Erste Anfragen konnten die drei Gewinner des Jugend forscht-Wettbewerbs auch schon verzeichnen. „Bei einem Regionalwettbewerb sind wir mit dem Preis der Freimaurerloge Hannover ausgezeichnet worden. So hat sich ein Interessent gefunden, der unser System weiter vorantreiben möchte, mit Unternehmen in Kontakt tritt und uns eine Finanzierung ermöglichen will für größere Projekte“, informiert Jungforscherin Anna-Lena Kruse. Und auch zukünftig können sich die drei Schüler vorstellen, an weiteren RFID-Anwendungen zu forschen. Ein Bezahlsystem oder eine Alterskontrolle für die Abi-Feten sowie die Ausstattung der Bibliotheksbücher mit RFID sind Projekte, die sich die Gewinner durchaus als nächstes Forschungsthema vorstellen können.

Text: RFID im Blick
Foto: Stiftung Jugend forscht e.V.

 

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