Klingele Gruppe nutzt Technologie zur Palettenidentifikation
Wie das Unternehmen stonegarden technologies jetzt bekannt gab, wurde bereits Ende 2008 die Einführung eines RFID-Systems zur automatischen Palettenidentifikation im Wellpappenwerk Werne erfolgreich abgeschlossen. Die innerbetriebliche Lagerung im angeschlossenen Distributionszentrum mit kombinierter Block- und Regallagerung wurde bei mehr als 8 000 Palettenstellplätzen auf die RFID-Lösung von stonegarden umgestellt.
"Wir sind kontinuierlich dabei, unsere Logistikabläufe effizienter zu gestalten", bestätigt Dr. Jan Klingele, Geschäftsführender Gesellschafter der Klingele Gruppe. Der Hersteller von Wellpappe-Verpackungen verfügt über sieben Produktionsstätten in ganz Deutschland; 50 Prozent der Kunden kommen aus der Lebensmittelindustrie. "Wir wissen, dass die Branche selbst bezüglich der Qualität ihrer Produkte ständig auf dem Prüfstand steht", kommentiert Dr. Klingele. "Dementsprechend müssen natürlich auch wir eine Top-Leistung abliefern und Fehler in der Prozesskette vermeiden oder zumindest minimieren." Aus diesem Grunde habe man sich für eine RFID-Lösung zur Steuerung der Logistik entschieden. In Kooperation mit stonegarden technologies, einem Unternehmen für Logistik und RFID, wurde ein speziell auf die Anforderungen abgestimmtes RFID-System entwickelt, das Transparenz in die Logistikprozesse des Unternehmens bringen soll.
Der Transponder wird vom Produktionsprozess an zum ständigen Begleiter der Ware: "Während die Wellpappe den Herstellungsprozess durchläuft, werden parallel die Chips ausgedruckt - einer pro Palette", erläutert Ekkehard Dürr, Leiter des Klingele-Werks im nordrhein-westfälischen Werne. Die Paletten werden mit dem Transponder gekennzeichnet und sind damit jederzeit eindeutig identifizierbar. An der Palettierpresse, wo die Verpackungen im Anschluss an den Herstellprozess zusammengepresst und umreift werden, ist ein RFID-Reader angebracht, der die Daten wieder ausliest und an SAP weitergibt, das die Informationen dann verbucht.
Nach dem Durchlauf der Palettierpresse transportieren Gabelstapler die Paletten mit den Wellpappeverpackungen ins Lager. Diese sind mit Antennen, einem Reader sowie einem Terminal mit Touchscreen ausgerüstet. "Über die Antennen wird die Palette beim Aufgabeln sofort identifiziert, und der Fahrer erhält alle relevanten Informationen wie Auftragsdaten, Lagerdaten sowie mögliche Zielinformationen gleich am Bildschirm", berichtet Roggenkamp, stellvertretender Leiter der zentralen EDV-Abteilung. "Wenige Sekunden, nachdem der Stapler die Palette aufgenommen hat, ist bereits klar, um welche es sich dabei handelt und wo er diese hinfahren muss. Unser System kann dabei mehrere Paletten gleichzeitig aufnehmen und erfassen." Damit kann Klingele Verzögerungen und Suchaktionen im Lager ebenso vermeiden wie die umständliche Abwicklung über Laufzettel. "Wenn die Ladung dann auf den LKW kommt, können wir den Warenausgang komplett buchen - das schafft Klarheit für uns und auch für den Kunden", ergänzt Dürr.
"Mit diesem System begegnen wir nicht nur dem Wunsch der Kunden nach der Erstellung eines Versandavis, sondern unterstützen ihn automatisch bei der Abwicklung seiner eigenen internen Abläufe", erläutert Werkleiter Dürr. "Bereits wenn der LKW mit der Ware unser Werk verlässt, können wir den Kunden die verladenen Positionen mitteilen. Wenn er Antennen an seinem Werkstor anbringt, erkennt er sofort, welche Waren gerade bei ihm eintreffen. Damit kann er seinen Wareneingangsprozess deutlich optimieren", ergänzt Dürr.
Im Klingele-Werk Werne, das erst kürzlich für fünfzehn Millionen Euro umfassend modernisiert wurde, läuft die RFID-gestützte Logistik inzwischen nach Angaben des Betreibers komplikationslos.
Text: RFID im Blick (MF)
Bild: stonegarden technologies GmbH


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






