RFID-Labor des HLI eröffnet
Mehr als 240 Teilnehmer nahmen kürzlich an der Eröffnung des 'RFID-Labor' des Hamburger Logistik Instituts (HLI) teil. Das Labor soll zukünftig eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zum Einsatz von RFID in der Logistik werden. Mit Vorträgen zu Anwendungen aus der Praxis sowie Technologiebeiträgen erhielten die Besucher interessante Informationen, die auch im Anschluss an die Eröffnung für weiteren Gesprächsstoff sorgten. Im Rahmen einer Ausstellung präsentierten zudem zwölf Unternehmen ihre RFID-Lösungen.
Zu den Ausstellern zählten unter anderem der Mobilfunkanbieter Vodafone mit dem Partnerunternehmen Aibis Technologies, sowie die Unternehmen Deister Electronic, Logopak Systeme, Rako, Wien Computer, Silverstroke sowie der Stapler-Hersteller Still.
In zwei Foren hielten die Referenten Vorträge zu unterschiedlichen Themen. Über die "Einbindung von RFID-Technologien in betriebliche Abläufe am Beispiel Boehringer Ingelheim" berichtete Heidi Kupke von Silverstroke. Diese Lösung wurde in 2008 mit dem 'VDEB RFID Award' ausgezeichnet. Tobias Bendt von dem Unternehmen Still erläuterte in seinem Referat die RFID-Stapler-Lösung, bei der die Antenne am Fahrzeug angebracht, ein Lesegerät im Stapler montiert ist und die Transponder im Boden eingelassen sind. Aus Sicht der Technologieanbieter referierten Georg Menges von NXP Semicondutors Germany zum aktuellen Status quo sowie Trends und Visionen für Transponder, und Dr. Werner Knop von Deister Electronic, der über neue Entwicklungen bei RFID-Readern sprach.
Den Erfolg der Veranstaltung erklärt Projektleiter Guido Schwartze vom HLI mit der Kombination aus Praxis und technologischen Grundlagen. "Uns haben bereits zum jetzigen Zeitpunkt im Nachgang zur Veranstaltung viele Anfragen von Anwendern erreicht. Zukünftig soll das RFID-Labor Probleme, welche bei den anwendenden Unternehmen, aber auch den Technologieanbietern, auftreten, untersuchen", erläutert der Projektleiter. Durch den vorhandenen Praxisbezug im Labor sei es möglich die Schwierigkeiten, die bei den Unternehmen in Bezug auf die RFID-Einführung auftreten, zu bearbeiten.
Der Schwerpunkt der beteiligten Unternehmen liege zwar eher auf dem norddeutschen Raum, allerdings sieht Schwartze auch eine zusätzliche Ausrichtung auf weitere Teile Deutschlands, zudem bereits Anbieter aus ganz Deutschland als Partnerunternehmen fungieren. Derzeit hat das Labor sechs Partnerunternehmen, darunter Silverstroke, Deister Electronic, NXP Semiconductors Germany sowie Still. Mit sieben weiteren Unternehmen ist das HLI aktuell aber in Gesprächen.
Text: RFID im Blick (JS)
Bild: Hamburger Logistik Institut (HLI)


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






