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Smarte Jacke erteilt Arbeitsaufträge

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Intelligente Jacke

Forschungsprojekt erprobt Selbststeuerung mittels RFID in der Lagerverwaltung

Mit der Optimierung der Lagerverwaltung von Fahrzeugen, die von Schiffen oder LKW angeliefert werden und vom Personal zu frei verfügbaren Stellplätzen befördert werden, beschäftigt sich derzeit ein Projekt des Sonderforschungsbereich 637 der Universität Bremen. Zu diesem Zweck befindet sich ein 'easyTracing System' in der Entwicklung, das unter anderem auch auf Basis der RFID-Technologie der Selbststeuerungsmethode dient und auch in die Jacken der Hafenarbeiter integriert ist. Derzeit arbeiten die Forscher bereits an einem Redesign der Jacke, das bis zum Herbst institutsinternen Tests unterzogen wird.

Partner des im Januar 2008 gestarteten Projektes sind das BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH, das Institut für Mikrosensoren, -aktoren und -systeme (IMSAS), Feig Electronic sowie die BLG Logistics Group, für deren Autoterminal in Bremerhaven die Lösung derzeit entwickelt wird. Als Teil des Sonderforschungsbereiches 637 "Selbststeuerung logistischer Prozesse - Ein Paradigmenwechsel und seine Grenzen" (SFB 637) an der Universität Bremen wird diese Arbeit von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Entworfen hat das Kleidungsstück die Designerin Lina Namuth. "In erster Linie geht es um die Ortung der Fahrzeuge", erläutert Damian Mrugala vom IMSAS, das unter Leitung von Prof. Dr. Walter Lang an der Entwicklung beteiligt ist.

Die Fahrzeuge werden bereits nach der Fertigung mit passiven RFID-Tags versehen, auf denen sämtliche Fahrzeug- und Transportinformationen gespeichert sind. Am Terminal des Lagerverwaltungsgeländes werden diese mit einem RFID-Lesegerät identifiziert. Zukünftig sollen die Hafenarbeiter Jacken tragen, die mit einem Reader ausgestattet sind. Jedes Fahrzeug wird vom Personal an eine bestimmte Stellplatzfläche befördert. Über ein Kommunikationsmodul wird via GPRS-Technologie eine Datenübertragung zu einem Softwareagenten auf einer Hauptrecheneinheit ermöglicht, der Arbeitsaufträge verwaltet und der Jacke neue Aufträge mitteilt. Über eine Benutzerschnittstelle wird der aktuelle Auftrag visuell auf einem Touchscreen dargestellt. Für die Ortung der Fahrzeuge ist ein GPS-Modul im Einsatz.

Die 'Wearable Computing-Lösung' soll in den kommenden Wochen durch ein Redesign noch einmal optimiert und den besonderen Anforderungen gerecht werden: "Voraussetzungen für die Tragbarkeit sind ein Gewicht von maximal zwei Kilo. Diese erfüllen wir mit dem neuen Entwurf. Außerdem dürfen die Module in ihrer Größe das Personal nicht bei ihrer Arbeit behindern", berichtet Ingenieur Mrugala. Eine weitere Auflage von BLG Logistics war der Strahlenschutz der Mitarbeiter. Zudem arbeiten die Forscher derzeit daran, dass für die Aufladung der Jacke lediglich eine Energiequelle benötigt wird. "Denkbar ist, das Kleidungsstück zukünftig über einen Bügel aufzuladen", beschreibt der Wissenschaftler vom IMSAS eine der noch zu erfüllenden Aufgaben. Dennoch solle am Ende des Jahres ein erster Demonstrator für die Logistiker von BLG Logistics fertig gestellt werden.

Text: RFID im Blick (JS)
Foto: BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH

 

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