Projekt bei Lufthansa Technik erfolgreich umgesetzt
Lufthansa Technik nutzt nach der erfolgreichen Umsetzung eines Projektes an seinem Standort in Hamburg die RFID-Technologie für die Wartung und Überholung von Flugzeugen. Diese Informationen wurden kürzlich in einer Fallstudie des Electronic Commerce Centrum Stuttgart-Heilbronn veröffentlicht. Zum Einsatz kommt eine Lösung des Unternehmen Motorola, um die Flugzeugkomponenten in der Supply-Chain vom Flugzeug bis in die Werkstatt verfolgen zu können. Derzeit wird das Projekt auf weitere Niederlassungen in Deutschland ausgeweitet. Auch einige internationale Stationen sollen von der Technologie profitieren.
Ziel sei es, die Dauer der Reparaturzyklen für die Flugzeugkomponenten durch die Verringerung manueller Erfassung zu verbessern, heißt es in der Studie. Für eine weitere Optimierung der Wartungsarbeiten - beispielsweise die schellere Lieferung von Ersatzteilen - sollen die Transponder zukünftig direkt auf den Objekten angebracht werden. Somit würden die bisher mit RFID-Chips ausgestatteten Begleitpapiere ganz wegfallen. Derzeit befinde sich das Unternehmen aber noch in der Testphase geeigneter Datenträger, die den rauen Witterungsbedingungen, extremen Temperaturen und chemischen Substanzen standhalten.
Die Techniker haben somit die Möglichkeit, die Bewegungen der einzelnen Geräteteile nachzuvollziehen und Fehllieferungen frühzeitig zu erkennen. In Zukunft sollen sich Informationen über den Herstelller des Flugzeugteils sowie die Daten zum momentanen Bearbeitungsstand am Transponder befinden. Das Unternehmen erhofft sich weiterhin positive Auswirkungen auf die komplette Wertschöpfungskette, so auch auf die Betriebsprozesse von nachgelagerten Organisationen. Vorstellbar sei die Wartung von Flugzeugkomponenten vor Ort.
Zudem plant Lufthansa Technik den RFID-Einsatz zukünftig auch bei der Wartung von Kabinen. Flugbegleiter sollen mithilfe der Technologie das Haltbarkeitsdatum von Schwimmwesten, Sicherheitsgurten sowie Sauerstoffgeräten schneller überprüfen. Weitere Informationen dazu konnten zum jetztigen Zeitpunkt aber nicht eingeholt werden.
Foto: Lufthansa Technik AG








