Forschungsprojekt "RadioPharm" prüft Technologien für den Einsatz auf Medikamentenverpackungen
Bisher sehen vor allem europäische Pharmaunternehmen keinen bis geringen Benefit für den Einsatz von RFID auf Medikamentenverpackungen. Als Gründe werden vor allem die Kosten angeführt. Ob RFID und 2D-Barcode technologisch und betriebswirtschaftlich tatsächlich als Technologiealternativen zur effektiven Medikamentenrückverfolgung infrage kommen, untersucht das vom IPRI und dem IFT gestartete Forschungsprojekt RadioPharm.
Beginnend mit der Analyse der Referenzlieferkette wird untersucht, in welchen Mengen ausgewählte Produkte in Flaschen, Tuben, Blistern und anderen Verpackungen durch die Wertschöpfungskette geschleust werden und mit welcher Technologie wie viel Zeit dafür benötigt wird. Im zweiten Schritt sollen die verschiedenen Möglichkeiten eines neuartigen Technikeinsatzes geprüft werden, sodass anschließend mögliche Prozessoptimierungen durch die beiden Technologien herausgearbeitet und gegenübergestellt werden können.
Die betriebswirtschaftliche Bewertung beinhaltet die Quantifizierung von Kosten, Nutzen und Risiken des jeweiligen Technikeinsatzes. Um die technische Machbarkeit eines RFID-Einsatzes nachzuweisen, soll ein Demonstrator aufgebaut werden. Daneben wird ein Organisationskonzept zur Darstellung einer Soll-Verteilung der Kosten und Nutzen in der Supply Chain entwickelt. Das Projekt schließt mit der Untersuchung der Umstände, unter denen die Implementierung des entwickelten Konzeptes in der Pharmaindustrie eine breite Anwendung finden kann.
Noch bis zum 31. März 2010 wird Radiopharm vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigung Otto-von-Guericke (AiF) im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) gefördert.
Text: RFID im Blick (JS)
Foto: photocase.de









