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RFID-Theke verbucht Mietgeräte automatisch

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RFID-Theke

Lösung soll Entleih- und Rückgabeprozesse in der Bauindustrie optimieren

Ausleih- und Wartungsprozesse von Mietgeräten im Umfeld der Bauindustrie werden bisher manuell per Lieferschein dokumentiert. Diese Vorgänge sind häufig fehleranfällig und aufwendig. Um kleinere Maschinen eindeutig zu identifizieren und den Verleihprozess zu automatisieren, haben Forscher vom Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) an der TU München in Zusammenarbeit mit einem Industriepartner eine sogenannte RFID-Theke entwickelt. "In den kommenden zwei bis drei Monaten wollen wir den Prototypen bei einem unserer Industriepartner testen", berichtet Cornelia Klaubert vom fml gegenüber "RFID im Blick".

Die RFID-Theke ist ein Ergebnis des von der Bayerischen Forschungsstiftung finanzierten Forschungsverbundes "ForBAU - Digitale Werkzeuge für die Bauplanung und -abwicklung" sowie dem Projekt "RFID-Einsatz in der Baubranche", welches von der Bundesvereinigung Logistik (BVL) gefördert wurde und Ende Juli 2009 nach 22 Monaten ausgelaufen ist. Beide Projekte sind am Lehrstuhl fml der TU München angesiedelt.

Jedes Gerät kann über einen UHF-Tag eindeutig identifiziert werden und, je nach Größe, entweder über die Theke gezogen oder bei größeren Maschinen wie Hubwagen oder Kühlschränken an der Seite des Tisches vorbeigeführt und mittels RFID erkannt werden. An einem Bildschirm erscheint sogleich ein Bild des Werkzeuges, sowie die Information, welches Zubehör mitgeliefert wird. Zudem vermerkt das System, welcher Mitarbeiter das Gerät an welchen Kunden verleiht. Der gleiche Prozess erfolgt bei der Rückgabe. Zusätzlich hat der jeweilige Mitarbeiter die Möglichkeit, einen Kommentar verfassen. "So lässt sich beispielsweise feststellen, ob die Werkzeuge von einem bestimmten Kunden häufiger defekt zurückgegeben werden", erläutert die Ingenieurin.

Darüber hinaus soll sich mit der RFID-Lösung die Wartung vereinfachen lassen. "Zukünftig können die Mitarbeiter einsehen, welcher Service oder welche Art von Reparatur vorgenommen wurde. Es entsteht eine Gerätehistorie, durch die auch eine Auswertung vorgenommen werden kann, welche Maschinen besonders häufig defekt sind", erklärt die Wissenschaftlerin vom fml.

Einen ersten Prototypen haben die Forscher im April vorgestellt, in den nächsten zwei bis drei Monaten soll die Lösung erstmals bei einem Industriepartner, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht genannt werden darf, getestet werden. "Derzeit handelt es sich noch um eine Stand-alone-Lösung. Ein nächster Schritt wird sein, die Lösung in ein ERP-System zu integrieren, um über eine Datenbank die notwendigen Informationen über den Verleih- und Wartungsprozess der Mietgeräte zur Verfügung zu stellen", gibt Cornelia Klaubert einen Ausblick auf die noch anstehenden Aufgaben.

Text: RFID im Blick (JS)
Foto: Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml), TU München

 

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