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BMW nutzt Werkzeug-Assistenz-System für die Fahrzeugmontage

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BMW-Werk Regensburg

Ortungssystem identifiziert Produktionsmittel im Werk in Regensburg

Im BMW-Montagewerk in Regensburg wurde kürzlich ein Werkzeug-Assistenz-System (Tool Assistance System TAS) zur automatischen Verbindung von Fahrzeugen und Drehmomentwerkzeugen erfolgreich eingeführt. Mittels eines Echtzeit-Ortungssystems des Unternehmen Ubisense sollen somit Produktionsmittel geortet und identifiziert werden können. Ziel ist die Senkung der Fehlerrate als auch der Produktionskosten.

Die Lösung wurde gemeinsam von Ubisense und dem Unternehmen IBS entwickelt und ermöglicht die automatische Erkennung von für die Montage bestimmten Fahrzeugen. Zudem wird deren räumliche Nähe zu automatisierten Fertigungsanlagen wie beispielsweise zu intelligenten Werkzeugen und Testzubehör erfasst. Ein manuelles Einscannen von Barcodes bei Montageaufträgen entfällt somit. Mithilfe des Systems sollen außerdem zusätzliche manuelle Fehler vermieden werden, die durch Einscannen der falschen Produktionsmittel entstehen.

Das System baut auf einer kontinuierlichen Bewertung der räumlichen Beziehungen zwischen automatisierten Montageanlagen und Fahrzeugen in Echtzeit auf. Ein positives "Beziehungsereignis" entsteht, sobald ein mobiles Werkzeug eine vordefinierte Zone am Fahrzeug erreicht beziehungsweise wenn sich ein Fahrzeug in Reichweite von automatisierten Geräten befindet. Dies hat zur Folge, dass ein fahrzeugspezifisches Programm automatisch für das jeweilige Werkzeug geladen oder ein Automatisierungssystem samt korrektem Programm für das identifizierte Fahrzeug gestartet wird. 

Zum Einsatz kommt das in die Montageabläufe im gesamten Werk in Regensburg eingebundene System bei der Produktion von zirka 1 000 Fahrzeugen pro Tag. Die 3D-Fahrzeugortung erfolgt in Echtzeit über an den Fahrzeugen angebrachte Ubisense-Tags. Diese Tags bestehen aus kleinen Transpondern, die mithilfe von UWB über Sensoren geortet werden können, die entlang der Fertigungsstraße an bestimmten Stellen befestigt sind. Die Ortungs- und Identifizierungsinformationen werden dann im Hinblick auf Beziehungsereignisse analysiert und die Informationen direkt an die IT-Umgebung von BMW übermittelt. "Die Einführung von LIS/TAS hat dazu geführt, dass wir Fahrzeuge nicht mehr manuell scannen müssen, um sie identifizieren zu können", erklärt Andreas Lehner, Projektmanager bei BMW in Regensburg. "Alle Projektziele wurden planmäßig und unter Einhaltung des vorgesehenen Budgets erreicht. Vom Standpunkt der Wertschöpfung aus betrachtet ist das Projekt ein voller Erfolg", lautet das Resümee des Verantwortlichen von BMW.

Text: RFID im Blick (JS)
Foto: Ubisense AG

 

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