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Intelligente Funksensoren regeln Gewächshausklima

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SensorCheck

Schnelltestsystem für Gartenbaubetriebe entwickelt

Eine Regelabweichung von einem Grad Celsius in Gewächshäusern kann bereits gravierende Folgen haben, unter anderem ein Energiemehrverbauch von zehn bis zwanzig Prozent. Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS haben in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Osnabrück und der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen das Testsystem "SensorCheck" entwickelt, das es den Betrieben mittels drahtloser Sensortechnik ermöglicht, Regelabweichungen im Gewächshausklimasystem selbstständig zu messen. Das Feedback der Betriebe, die erste praktische Messungen mit dem "SensorCheck" vorgenommen haben, fällt positiv aus.

"Uns wurde von den Betrieben die Praxistauglichkeit des Systems bescheinigt", gibt Ingenieur Martin Lörcks vom Fraunhofer IMS auf Nachfrage von "RFID im Blick" Auskunft. "Alle Beteiligten haben das Potenzial zu Energieeinsparungen positiv hervorgehoben." Interessierte Gartenbaubetriebe können das System bereits jetzt bei der Landwirtschaftskammer NRW im Gartenbauzentrum Straelen ausleihen.

Das unter anderem vom Fraunhofer IMS entwickelte Funkübertragungssystem besteht aus kleinen Funkplatinen, an die unterschiedliche Sensoren zur Messung von physikalischen Größen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit angeschlossen sind. Diese sind in der Lage, sich untereinander zu einem Funknetz zu verbinden und die Sensordaten an eine Basisstation zu senden. Diese Messdaten werden für den Schnelltest mit den Daten am Klimacomputer verglichen. "Auf Regelabweichungen innerhalb des Gewächshausklimasystems können die Mitarbeiter jetzt aktiv und schnell reagieren", berichtet der Ingenieur.

Während die Mitarbeiter die Datenlogger früher im Gewächshaus selber auslesen und in das System wieder eingeben mussten, erspart heute die Funklösung den Laufweg des Personals. "Sobald eine Abweichung stattfindet, meldet das System diese an den Computer, der zuständige Mitarbeiter kann sofort reagieren und das Klimasystem nachjustieren lassen", beschreibt Wissenschaftler Lörcks. Eine denkbare Erweiterung sei laut Lörcks, die Software noch mit einer Alarmfunktion zu versehen, die auf Abweichungen aufmerksam mache. "Weitere Ideen sind vorhanden. Aber auch heute ist die Lösung so schon einsetzbar", erläutert Martin Lörcks.

Text: RFID im Blick (JS)
Foto: Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS

 

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