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Erfolgreich wird, was der Anwender wirklich haben will

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Status und Perspektiven der sprachgeführten Datenerfassung

Von Peter Seeck, Prokurist bei Fis Organisation GmbH

Für den Endanwender ist RFID nach wie vor eher etwas Nebulöses. Den Endanwender interessiert es nicht wirklich, ob der Lagerleiter des Kaufhauses weniger Überstunden macht oder das Unternehmen seine Lagerhaltungskosten senken konnte. Der Endanwender sieht in dem RFID-Transponder ein völlig unnötiges, „lästiges Dingsda", das keinen wirklichen Nutzen für ihn hat. Im Gegenteil: Dieses „nutzlose Dingsda" sendet auch noch permanent ungefragt Informationen. In der Geschichte der Technik gab es für den Erfolg einer Technologie eigentlich immer ein und dieselbe Konstante: Erfolgreich wird, was der Anwender wirklich haben will.

Was kann also getan werden, um aus diesem nebulösen „RFID-Dingsda" etwas zu machen, was der Endanwender auch wirklich haben will?

Dass RFID durchaus ein Segen sein kann, weiß der Endanwender spätestens, seitdem sich Autotüren auf Knopfdruck öffnen lassen. Dass dies bereits RFID-Technologie ist, erschließt sich nicht jedem sofort. Ein wesentlicher Punkt zur Akzeptanzsteigerung scheint zu sein, dass der Anwender proaktiv selbst bestimmt, wann sein RFID-Datenträger in Aktion tritt. Für die sichere Authentifizierung an unterschiedlichen Zielen könnte der Transponder mit einer stark keulenförmigen Charakteristik senden. Der Vorteil wäre, dass der Anwender auf seinen PC zeigt und diesen per Knopfdruck hochfährt oder auf dieselbe Weise die Haustür oder ähnliches öffnet. Somit könnte der RFID-Transponder zu einem Universalschlüssel „mutieren", der in seiner Akzeptanz dem Autoschlüssel gleichkommt.

Public ID für den Endanwender

Im Bereich der Personenidentifikation wäre darüber hinaus durchaus vorstellbar, dass der Anwender selbst definiert, welche Daten der RFIDTransponder preisgeben soll und welche nicht. So könnten viele Nutzeneffekte für den Endanwender optional angeboten werden. Denkbar wäre beispielsweise eine zusätzliche „Public ID", die im Prinzip aus einer einmaligen Zufallszahl besteht und vom Anwender selbst übertragen und zur Nutzung freigegeben wird. Der Transponder würde nur dann senden, wenn sich der Reader bei ihm mit der richtigen ID angemeldet hätte. Dies könnte auch eine Lösung für die Frage der Deaktivierung von Chips aus der Logistik sein. Der Chip ist nur aktiv, solange er die richtige ID vom System erhält. Verlässt der Kunde das Kaufhaus, erlischt auch die Aktivität des Transponders. Diese reaktive Transponderlogik könnte für viele Anwendungen nützlich sein:

  • Bei einer Reisebuchung beispielsweise überträgt der Anwender seine Public ID an den Reiseanbieter, um später beim Flug durch automatische Wegweiser schnellstmöglich zum richtigen Terminal geleitet zu werden.
  • Für den Fitnessclub übermittelt der Anwender seine ID, um später an jedem Infoterminal seinen Trainingsplan komfortabel abzurufen.
  • Für das Museum könnte der Anwender seine ID nutzen, um später nur von Infoterminals seines Interessengebietes angesprochen zu werden.

"Kurzum: Sobald das „Verhalten" des RFID-Transponders unter der Kontrolle des Anwenders ist und ein entsprechender Nutzen aus dem Besitz dieses Gerätes entsteht, ist die Chance gegeben, RFID-Tags zu einem beliebten Alltagsgegenstand zu machen. Die automatische Identifizierbarkeit eines Menschen durch ein System bietet ein hohes Potenzial, um die Lebensqualität in der Zukunft erheblich zu verbessern. Damit der Anwender dieses auch wünscht, muss die Freiwilligkeit der Informationsabgabe sicher gewährleistet sein.

Ich bin gespannt, welche Lösungen uns die Zukunft hier noch präsentieren wird."

Peter Seeck, Prokurist bei Fis Organisation GmbH
 

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