RFID-basiertes Frühwarnsystem im Footballhelm warnt vor Hitzeschlag
Von Peter Linke, Executive Vice President Sales and Marketing, Identec Solutions AG
Wenn der menschliche Körper heiß läuft, wird es gefährlich: Ein Hitzschlag droht, mitunter mit fatalen Folgen. Eine Lösung auf Basis aktiver RFID-Technologie von Identec Solutions schützt in den USA nun Footballspieler vor Überhitzung. Das System kann Leben retten.
Der 1. August 2001 war ein drückend heißer Sommertag im Trainingscamp. Bei über 30 Grad im Schatten hetzten die Minnesota Vikings über das Footballfeld. Unter ihnen auch Korey Stringer. Noch in der Saison zuvor gehörte der rund 160 Kilo schwere Hüne zu den besten Spielern der amerikanischen Liga. Doch nicht nur seine sportliche Karriere fand an diesem Vormittag ein jähes Ende: Wegen Atembeschwerden brach der Footballprofi das Training ab. Noch auf dem Weg ins Krankenhaus versagten mehrere Organe, schließlich erlag er den Folgen eines Hitzschlags. Stringer war nicht das erste Opfer körperlicher Überhitzung, wohl aber das berühmteste.
Reichweite als Herausforderung
Die Suche nach verlässlichen Lösungen, die zudem praktikabel sein mussten, begann. Großformatige technische Geräte kamen dabei von vornherein nicht in Frage: Zum einen würden sie die Bewegungsfreiheit der Athleten einschränken, zum anderen zusätzlichen Ballast bedeuten. Eine Idee war, die Spieler einen kleinen Sensor schlucken zu lassen - in der Hoffnung, die Körpertemperatur während des Spiels auslesen zu können. Der Vorstoß scheiterte jedoch an der Reichweite der Sensoren. Das mehr als 100 Meter lange und knapp 50 Meter breite Feld ließ sich damit einfach nicht abdecken. Gemeinsam mit dem US-Unternehmen Hothead Sports arbeitete Identec Solutions an einem Frühwarnsystem gegen den Hitzschlag: das Ergebnis ist ein schlagfester, ultraleichter aktiver RFID-Transponder mit Temperatursensor, der bei einem Aktionsradius von bis zu 500 Meter Präzision und auch Bewegungsfreiheit garantiert.
PDA meldet Überhitzung im Helm
Der Tag wird im Footballhelm integriert, misst im Bereich der Schläfe permanent die Körpertemperatur und leitet die Daten in Echtzeit an einen PDA weiter. In dem handlichen Computer, den der Trainer bei sich trägt, sind die relevanten Informationen zu jedem einzelnen Spieler gespeichert. Überschreitet die Temperatur eines Sportlers den Grenzwert, ertönt sofort ein Warnsignal. Die Betreuer werden somit bereits auf die ersten physischen Anzeichen einer Überhitzung aufmerksam gemacht, können den Spieler umgehend vom Feld nehmen und entsprechend behandeln lassen.

Einblick in AutoID/RFID: IDENTEC Solutions






