DHL realisiert durchgängige Transportüberwachung für Unterhaltungselektronik
Wie DHL Freight berichtet, rechnet sich der Einsatz von RFID im Bereich der Versandkontrolle von Unterhaltungselektronik bei Sony. Um Warenschwund zu reduzieren und die Qualität der betrieblichen Abläufe zu verbessern, hat das DHL Innovation Center im Auftrag von DHL Freight zusammen mit Sony eine RFID-Lösung realisiert. Diese RFID-Lösung umfasst das zentrale europäische Warenlager von Sony im niederländischen Tilburg sowie das DHL Freight Verteilzentrum Köln.
In Tilburg werden alle Paletten und Kartons zur Nachverfolgung und zur Diebstahlsicherung mit RFID-Tags versehen. DHL Freight transportiert als Logistikdienstleister die für Deutschland bestimmte Ware, rund 1300 Sattelauflieger pro Jahr, nach Köln um sie dort in das DHL-eigene nationale Netzwerk einzuspeisen. Während der Entladung der Sony-Paletten erfolgt die Erfassung automatisiert mittels RFID, um die Vollständigkeit per Abgleich mit dem Lieferavis festzustellen, sowie eine Dokumentation mittels Videoüberwachung. Danach werden alle RFID-Erfassungen von der DHL eigenen Auto-ID-Lösung an das DHL Freight Transport Management System gesendet. Die AutoID-Lösung basiert auf einer EPC-standardkonformen Middleware-Architektur mit einer EPCIS-Datenbank im Hintergrund. Gehostet wird die Auto-ID Lösung im zentralen DHL Datacenter in Prag.
Sony erreiche durch Einführung von RFID und Videodokumentation der Artikel beim Warenausgang eine deutliche Reduzierung von Reklamationen. Als Vorteile konnte der Elektronikhersteller zudem eine Reduktion von Bestandsdifferenzen sowie eine Reduktion der Bearbeitungszeiten in der Versandkontrolle verbuchen. Auch DHL Freight sieht eine Verbesserung der Wareneingangserfassung im Kölner Distributionszentrum sowie ein stärkere Kundenbindung durch RFID-gestützte Dienstleistungen als Vorteile. Nach eigenen Angaben konnte der Transportdienstleister zudem eine Lesesrate der erfassten RFID-Tags auf Palettenebene von 100 Prozent verbuchen.
Die Installation für Sony ist der erste RFID-Rollout, den DHL im Bereich der Unterhaltungselektronik durchgeführt hat. Das Unternehmen sieht diese Anwendung jedoch als Leuchtturmprojekt für weitere RFID-Anwendungen in diesem Segment. Als Partner des DHL Innovation Center arbeitet DHL im Bereich RFID-Middleware mit dem Unternehmen Oracle eng zusammen.
Das Technologie & Innovation Management (TIM) - wozu auch das DHL Innovation Center gehört - ist ein Bestandteil der weiterentwickelten Konzernstrategie von Deutsche Post DHL. Im Bereich TIM werden gemeinsam mit den internen und externen Partnern Logistiklösungen entwickelt. Die Arbeit im TIM setzt auf die Identifizierung und Entwicklung von Logistiklösungen. Ziel sei es, die Forschungsergebnisse möglichst schnell zu einer Marktreife zu bringen unter Einbindung der verschiedenen Organisationseinheiten, Technologiepartner, Forschungseinrichtungen und Kunden.
Text: RFID im Blick (DK)
Fotos: Deutsche Post AG, Jörg Sänger


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






