Verbundprojekt untersucht Einsatz von Sensorik und RFID
Angesichts steigender Materialflussanforderungen an höhere Durchsätze gewinnen wandlungsfähige Infrastrukturen in der Intralogistik an Bedeutung. Kleinskalige Autonome Transporteinheiten heißt ein Ansatz, welchen das aktuelle Forschungsprojekt KARIS verfolgt. „RFID im Blick" sprach mit Thomas Stoll, Leiter des Projektes an der Universität Karlsruhe (TH).
Das vorwettbewerbliche F&E-Projekt 'Kleinteiliges Autonomes Redundantes IntralogistikSystem (KARIS)' fokusiert einen Problempunkt heutiger Intralogistik- beziehungsweise Materialflusssysteme. Nicht mehr starr installierte Materialflusssysteme wie beispielsweise Rollenförderer übernehmen den Transport von Objekten, sondern intelligente dezentral gesteuerte „Transporteure", die immer dann zur Stelle sind, wenn ein Objekt seinen Standort wechseln muss. „Hintergrund ist, dass sich die Anforderungen an die Infrastrukturen durch kurze Produktlebenszyklen und Saisonware ständig im Wandel befinden. Ein Umbau ist dann fast nicht mehr möglich, oder Investitionen und Änderungen der Hard- und Software sind viel zu aufwändig", erläutert Thomas Stoll. „Die Lösung basiert auf einer Plug&Play-Fördertechnik, die im Prinzip von einer leeren Halle ausgeht, in der sich die dezentral gesteuerten Rollenförderer allein mittels, sensorischen Laserscannern und RFID-Technologie autonom an Wänden, Regalen oder Säulen orientieren. Darüber hinaus ist es möglich, dass sich die einzelnen Elemente, beispielsweise für den Transport von Karton autonom zusammenschließen und ganze Förderstrecken bilden. Materialflusssysteme sind damit „on the fly skalierbar."Die am Verbundprojekt beteiligten 12 Industrieunternehmen sowie drei Universitäten des Intralogistik-Netzwerk in Baden-Württemberg e.V., erwarten durch eine Vereinfachung der notwendigen Infrastruktur wesentliche Kosteneinsparungen und erhöhte Wandelbarkeit im Bereich der Fördertechnik. Das Projekt läuft noch bis Ende des Jahres. In der ersten Phase (November 2007 bis Juni 2008) wurde ein erstes Labormodell entwickelt, anhand dessen gezeigt werden kann, wie sich eine starre Anlagenhardware durch einen mobilen Schwarm intelligenter Fördermodule ersetzen lässt. In der zweiten Phase (Juli 2008 bis Dezember 2009) wird ein Versuchssystem aufgebaut, in dem sich mehrere Fördermodule simultan bewegen und gemeinsam - oder unabhängig voneinander - verschiedene Aufgaben durchführen sollen.
Foto: Arbeitsgemeinschaft Technologie Intralogistik Baden-Württemberg


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






