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Planare Antenne für Funk- und RFID-Systeme

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Beispiel einer Planaren Antenne auf elektrisch leitender Grundfläche

Hochschule Magdeburg-Stendal meldet Patent an

Im Rahmen ihrer Forschungsarbeiten hat die Hochschule Magdeburg-Stendal eine Idee zu einer planaren Antenne entwickelt, welche mit magnetisch leitenden Drähten und mithilfe eines magnetischen Wechselflusses das Problem der Abschirmung bei strömungsrelevanten Formen, wie etwa beim Automobil, umgeht. Einsetzbar ist die zum Patent angemeldete Antenne beispielsweise bei RFID-Transpondern auf elektrisch leitenden Behältern. „Ein Gedanke hinter der Entwicklung der Antenne war die Sicherstellung, dass die getaggten Objekte im After-Sales-Markt auch wirklich Originalteile darstellen, und dass der Anbieter einen entsprechenden Überblick über die Produktionsparameter hat", äußert sich Dr. Stefan Schünemann, Geschäftsführer ESA Patentverwertungsagentur Sachsen-Anhalt, gegenüber „RFID im Blick".

Planare Antennen fluchtend auf elektrisch leitender Grundfläche angebracht, haben das prinzipielle Problem, dass die von ihnen erzeugten elektrischen Felder durch die leitende Fläche abgeschirmt werden. Abhilfe schaffen definierte isolierende Abstände zwischen Antennenebene und leitender Grundfläche. Dieser Abstand ist allerdings bei strömungsrelevanten Formen wie beispielsweise im Automobil und bei der Anwendung von RFID-Etiketten nachteilig.

Daher kommen bei der neu entwickelten Antenne an Stelle von bisher üblicherweise verwendeten elektrisch leitenden Drähten oder Leiterbahnen magnetisch leitende zur Verwendung, die durch beispielsweise Hochfrequenz-Ferrit-Material realisiert sein können. Entlang der weichmagnetischen Leiterbahnen ist ein magnetischer Wechselfluss gerichtet, der um die Leiterbahnen ein elektrisches Feld erzeugt, welches abgestrahlt werden kann. Der magnetische Fluss dient dabei zur Beschreibung des magnetischen Feldes. Vergleichbar mit dem elektrischen Strom, ist er die Folge einer magnetischen Spannung und „fließt" durch den magnetischen Widerstand.

Das Material des weichmagnetischen Antennenelements ist elektrisch isolierend und kann zumindest teilweise als Isolator gegebenenfalls für den weiteren Schaltungsaufbau genutzt werden. Der Träger der planaren Antenne wiederum kann vollständig leitend sein und beispielsweise aus Metallfolie oder metallbedampften Kunststoffen bestehen. Der Antennenträger kann dabei gekrümmt oder auch gebogen ausgeführt sein.

Das weichmagnetische Antennenelement kann auf elektrisch leitende Träger aufgedruckt werden, sodass eine Herstellung der planaren Antenne mit weiteren Schaltungselementen ermöglicht wird. Der Grundträger ist ohne ein zusätzliches Antennenelement formerhaltend.

Laut Schünemann ist auf der Grundlage einer noch zu findenden Kooperation zwischen der Hochschule und einem industriellen Branchenspezialisten der Einsatz der Antenne bereits in wenigen Monaten möglich. Ein Hauptanwendungsgebiet der beschriebenen Antennentechnologie wird in der Mobilitätsindustrie gesehen, so beispielsweise als Transponderantenne bei der Identifikation sicherheitsrelevanter Teile im Auto, in Flugzeugen und Schienenfahrzeugen. „Es gilt Applikationen zu finden, bei denen der Einsatz der Antenne Sinn macht. Neue Technologien müssen ausreichend ökonomische Vorteile bieten, um das Interesse der Kunden zu wecken. Ich glaube, dass wir zunächst im Bereich des Nischenmarkts eine Chance haben", resümiert Schünemann.

Text: RFID im Blick (MF)
Bild: ESA Patentverwertungsagentur Sachsen-Anhalt GmbH

 

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