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Projekt „Bridge“ legt Abschlussergebnisse vor

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Der Outdoorbekleidungshersteller Northland erzielte eine 20-fache Zeitersparnis bei der RFID-gesteuerten Bestandsaufnahme.Potenziale von RFID in der textilen Logistikkette belegt

Im Rahmen des Arbeitspakets „WP7" der Projektes Bridge unter der Leitung des Bereiches EPC/RFID Solutions von GS1 Germany wurden im Jahr 2008 drei Pilotprojekte durchgeführt. „Allgemeines Fazit ist, dass alle drei Piloten unabhängig von Struktur oder Größe der beteiligten Unternehmen Ergebnisse erzielten, welche die Unternehmen veranlassen, die Implementierung von RFID-Applikationen individuell weiterzuverfolgen. Allerdings hat sich gezeigt, dass der RFID-Einsatz, je nach dem, ob es sich um kleines oder großes Unternehmen handelt, sehr individuell betrachtet werden muss", so Anja Olbertz.

Differenzierte Betrachtung

Der österreichische Hersteller von Outdoor Bekleidung Northland testete, inwieweit eine RFID-gesteuerte Bestandsaufnahme effektiver als ein manueller Prozess ist. „Ergebnis ist, dass mit RFID eine Leserate von fast 97 Prozent bei einer 20-fachen Zeitersparnis gegenüber dem manuellen Prozess erreicht wird." Der Herrenbekleidungshersteller Gardeur untersuchte das Konsumentenverhalten durch getaggte Kleidungsstücke auf der Verkaufsfläche. „In diesem Fall sind die Ergebnisse nicht in so expliziten Zahlen ablesbar. Als Projekterfahrung wurde mitgenommen, dass das Content Mangement, sprich das Füllen der Informationen für die Appliaktionen, sehr aufwändig ist und viel fachliche Vorarbeit erfordert."

Galeria Kaufhof führte von September 2007 bis Dezember 2008 im Gardeur Shop in der Essener Filiale RFID-Applikationen in Form von „intelligenten Regalen", Umkleidekabinen" und „Magic Mirrors" ein, um die Kundenakzeptanz zu untersuchen. „Eine Kundenbefragung ergab, dass 59 Prozent der Kunden die intelligenten Regale als Bereicherung für das Shoppingerlebnis empfinden. Allerdings fiel bei 33 Prozent der Magic Mirror durch, da Reflexionen stattfinden", so die Projektmanagerin weiter.

Ergebnisse in die Breite tragen

Ein aktuell veröffentlichtes Dokument an die EU fasst die Ergebnisse zusammen, in die auch Erfahrungsberichte von acht weiteren Projekten aus Europa, Asien und den US , wie Karstadt, Dillard's, Charles Vögele oder American Apparel eingeflossen sind. Der US-Bekleidungshersteller nutzt RFID zur Optimierung der Bestandsversorgung und konnte nach eigenen Angaben den Umsatz um 14 Prozent aufgrund der Datentransparenz steigern. Auch Bloomingdale & Macys startet derzeit RFID-Projekte. „Länder in Asien und die USA sind sehr interessiert an dem Thema, wenngleich deutlich mehr Projekte in Deutschland und Europa stattfinden." Aber auch kleinere und mittelständische Unternehmen will GS1 Germany bei der Einführung von RFID beraten. „Bei großen Unternehmen sind die RFID-Initiativen zurzeit zurückhaltend, wenngleich grundsätzlich die Tendenz zu RFID klar gegeben ist. Man muss jedoch nicht unbedingt 30 000 Euro oder mehr in die Hand nehmen, um Prozessoptimierungen zu erzielen. Selbst kleine praktikable Lösungen können bereits viel bewirken. RFID ist eine Prozessbetrachtung, keine Technologie. Und die Potenziale liegen in den klassischen Faktoren Zeitersparnis, Kostenreduktion und Transparenz. Das sind die Punkte, die jedes der befragten Unternehmen unterm Strich bestätigt hat."

Text: RFID im Blick

Foto: Northland


 

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