RFID-basiertes Logistik-Projekt schafft Transparenz im Luftfahrt-Catering
Das Ziel des im Mai 2007 gestarteten Projektes „Intelligent Catering via RFID" (iC-RFID) ist es, die Menge an Nahrungsmitteln, welche an Bord größerer Flugzeugmaschinen verfügbar sein müssen, mittels RFID intelligent zu verwalten und den Fluggästen binnen kurzer Zeit zugänglich zu machen. Mit der Fertigstellung rechnen die Projektteilnehmer voraussichtlich im Herbst 2009. Ein Demonstrationsmodell ist für den Oktober bei Airbus in Hamburg geplant. Über den aktuellen Stand sprach „RFID im Blick" mit Dr. Michael Groß, AutoID Systems, einem Tochterunternehmen von Georg Kohl.
Als Initiator des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Projekts agierte Flugzeughersteller Airbus mit dem Vorhaben, die Komponenten innerhalb des Flugzeugs zu erweitern und den Kunden neue Service-Konzepte zu bieten. Die Realisierung haben die Projektpartner AutoID Systems sowie Progress Software übernommen.Starker Entwicklungsmarkt
Die Entwicklung und Etablierung neuer Business-Modelle, Service-Konzepte sowie Prozessmodelle für Supply-Chains innerhalb der Luftfahrt stehen im Blickpunkt des Projekts. „Der Bereich des Luftverkehrs ist ein wachsender Markt, geprägt durch die weltweite Konkurrenz und einen starken Zwang zur Optimierung. Innovative Konzepte sind in diesem Bereich notwendig. RFID als moderne Technologie eignet sich für diese Zwecke besonders", lautet die Einschätzung von Dr. Michael Groß. Ursprünglich für die First- und Business-Class konzipiert, ist zurzeit auch die Anwendung in der Eco-Klasse angedacht. Somit entsteht ein Gesamtkonzept, das sich auf alle Flugklassen ausweiten lässt.
Fokusgruppen
In welcher Fluglinie das System zum Einsatz kommt und welches Catering-Unternehmen eingebunden werden soll, steht nach Angaben von Dr. Michael Groß noch nicht fest. Aktuell erfolge die Arbeit in einer Fokusgruppe, in der sowohl Caterer, Airlines als auch Flughäfen Mitglieder sind. Ziel sei es, die Unternehmen mit dem System vertraut zu machen. Zudem solle evaluiert werden, ob das System beim jeweiligen Fokuspartner einsetzbar ist. Die konkreten Verhandlungen erfolgen laut des RFID-Experten im Herbst 2009.
Projekt Dashboard
„Im Zuge der Projektentwicklung stellte sich heraus, dass eine Prozessoptimierung nur durch eine Gesamtkonzeption mit Management-Ebene möglich ist", berichtet Dr. Groß. Wichtig sei, den jeweiligen Status eines Prozesses überwachen zu können, beispielsweise den pünktlichen Start eines Fliegers oder die Sicherstellung durch den Caterer, dass ausreichend Menüs an Bord sind. Als Lösung kommt eine Informationstafel zum Einsatz, ein sogenanntes Dashboard, welche eine einheitliche Sicht auf die einzelnen Prozesse ermöglicht und mittels farblicher Kennzeichnung (rot, gelb oder grün) anzeigt, ob Prozesse erfolgreich waren, oder ob Probleme im Ablauf bestehen.
Lesen Sie den gesamten Beitrag in der Septemberausgabe von „RFID im Blick".
Text: RFID im Blick
Bild: autoID systems GmbH








