Home Forschung und Entwicklung Substratauswahl bei Inlay-Herstellung

Substratauswahl bei Inlay-Herstellung

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Die gedruckten RFID-Antennen werden mit der Roll-to-Roll-Technik verarbeitet.Schädigt die Herstellung von RFID-Smart Labels die Umwelt?

Inlays können aus den Substraten PET (Polyester), PI (PolyImide), PC ( Polycarbonat) und Papier hergestellt werden. Das gebräuchlichste Material ist Polyesterfolie (PET), aus welchem fast 95 Prozent aller Inlays bestehen, da die bisher verwendete Antennenätzung nahezu ausschließlich auf diesem Substrat möglich ist. "Der Nachteil dieses Prozesses und des Substrates ist die Umweltschädlichkeit sowohl bei der Herstellung als auch bei der Entsorgung", kommentiert Harald Borutta, Exax Deutschland, gegenüber "RFID im Blick".

Müssen Tags zudem hitzebeständig sein, wird speziell PolyImid eingesetzt. Dieser Stoff habe den Vorteil, dass er sich bis 300 Grad nicht verformt. Polycarbonat ist ein Stoff, der sehr witterungsbeständig ist und hauptsächlich bei Ausweisen, Fahrzeugpapieren und bei Pässen verwendet wird. Dies sei auch der Grund, warum die Nachfrage nach Papier-Inlays zurzeit stark steige. „Es ist mittlerweile möglich Labels, Karten und vor allem Tickets komplett aus Papier herzustellen. Dies ist aus Umwelt-Aspekten ein Thema, das weltweit auf sehr großes Interesse stößt", so Borutta.

Einsatz von Labels bei Großevents
Wichtig sei der Einsatz von Papier-Inlays bei sehr großen Events wie beispielsweise der Fußball-Weltmeisterschaft und den Olympischen Spielen. Allein fünf Millionen Tickets aus Polyester-Inlays landeten bei den Olympischen Spielen nach den Veranstaltungen im Abfall. Ein anderer Bereich ist das U-Bahn-Ticketing beim RFID-Großprojekt der Moskauer U-Bahn. Dort werden täglich bis zu 1,5 Millionen Polyester-Tickets weggeworfen. Aus den gerade genannten Bereichen kommen jetzt auch die meisten Anfragen nach Papier-Tickets, da dort Umweltaspekte in den Vordergrund treten.

Über den Einsatz von umweltfreundlicher konduktiver Tinte und Druckverfahren von RFID-Antennen lesen Sie in der Septemberausgabe von „RFID im Blick"

 

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