Kontaktlose RFID-Karte beschleunigt den Eintritt sowie die Bezahlvorgänge im Stadion
Zum Saisonstart 2009/2010 hat Bayer04 Leverkusen die neue BayArena-Card mit integrierter RFID-Technologie eingeführt. Am 15. August 2009 beim Bundesligaspiel Bayer04 Leverkusen gegen 1899 Hoffenheim kam die multifunktionale Chipkarte erstmalig zum Einsatz. Bereits bis zum ersten Spieltag von Bayer 04 Leverkusen wurden die neuen BayArena-Cards rund 11 000 mal aufgeladen und 14 000 mal damit bezahlt. Insgesamt wurden Speisen und Getränke im Wert von 86 000 Euro mit der Kontaktlos-Geldkarte bezahlt, deutlich mehr als die Verantwortlichen erwartet haben. „Durch einen Dual-Interface-Chip haben wir eine Dauerkarte, Zutrittssteuerung, Kunden- und Mitgliedskarte sowie ein Bezahlmedium auf einer Karte integriert", berichtet Meinolf Sprink, Kommunuikationsdirektor von Bayer 04 Leverkusen, gegenüber „RFID im Blick".
Die BayArena-Card ersetzt das Eintrittsticket aus Papier, vereinfacht über das kontaktlose Registrieren die Einlasskontrolle und macht das Kleingeld zum Bezahlen von Bier und Wurst überflüssig. In der Halbzeitpause geht es künftig an den Verpflegungsständen deutlich zügiger voran, da die Fans quasi „im Vorbeigehen" mit ihrer Karte bezahlen - einfach die Kontaktlos-Geldkarte an das Lesegerät an der Kasse halten. Der zu zahlende Betrag wird dann abgebucht. Die Geldkarte kann darüber hinaus auch an allen bundesweit 600 000 Akzeptanzstellen eingesetzt werden. Der Chip auf der BayArena Card kann an Geldautomaten, an speziellen Ladeterminals oder im Internet mit bis zu 200 Euro aufgeladen werden.
Laut Sprink laufen zurzeit Gespräche, um die Funktionen der Karte zu erweitern. Dies beträfe Bonussysteme, Happy Hour-Steuerungen sowie eine Ticket-Funktion für den öffentlichen Nahverkehr. Das Thema „Restguthaben auf der Karte" wäre für den Karteninhaber nicht mehr gegenwärtig, da die Karte auf Basis eines offenen Systems auch außerhalb des Stadions Einsatz finden kann. Da die Karte eine dreijährige Laufezit hat, muss diese zudem nicht jede Saison ersetzt werden.
„Wir möchten die BayArena Card nicht nur um Funktionen erweitern, sondern auch vermarktbar machen. Einsatzmöglichkeiten sehe ich bei öffentlichen Einrichtungen wie Zoos, Restaurants und Cafés. Diesbezüglich haben wir auch schon erste Anfragen von Einzelhändlern. Auch die schul- und universitätsinternen Mensen können von dem kontaktlosen Bezahlvorgang profitieren.", so Sprink.
Bereits 18 000 Dauerkarteninhaber nutzen die Funktionen der Karte. Als einmaliger Besucher ist es möglich gegen Pfand eine BayArena-Card zu leihen. Über die Zutrittsfunktion sind auch Verweise aussprechbar. Sofern ein Fan Stadionverbot erhalten hat, wird diese Information virtuell auf die Karte aufgespielt. Sollte die Person nun trotzdem versuchen das Stadion zu betreten, wird über ein Signal beim Zutritt das Individuum gemeldet und die Karte eingezogen.
Die Karte vereint in sich ein kontaktloses und ein kontaktbehaftetes Interface (Dualinterface) mit kontaktloser Geldkartenfunktionalität. Integiert ist ein SECCOS-Chip von Phillips mit einer Frequenz von 13,56 Mhz. Bayer 04 Leverkusen fungierte bei dem Projekt als Auftraggeber und Investor. Die Sparkasse Leverkusen ist Premiumpartner und sorgte für die Kartenauslieferung. Ferner sorgte das Unternehmen ComCard für die optische und elektrische Personalisierung der Karten, die Erstellung personalisierter Mailings an die Kartenempfänger, die Zusammenführung von Karte und Mailing und die Postauflieferung. T-Systems entwickelte das Ticketing-System (Ticket-Master) und die Telekom richtete die WLAN- und Netzwerk-Verbindungen ein.
Bild: ComCard GmbH


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






