RFID-Tag im Flaschendeckel schützt vor Produktpiraterie
Die wirtschaftlichen Schäden, die Marken- und Produktpiraten verursachen, sind laut Zoll-Jahresbilanz 2008 nach wie vor ernorm. Bei seinen Einfuhrkontrollen beschlagnahmte der Zoll im Jahr 2008 in 10 888 Fällen (+ 40 Prozent) gefälschte Marken oder Produkte, wobei der Wert der beschlagnahmten Waren mit 436 Millionen Euro (+2,4 Prozent) weiterhin erschreckend hoch sei. Der Wert von beschlagnahmten Lebensmitteln betrug dabei 400 000 Euro.
Um die Überwachung der Einfuhr und Verzollung von Alkoholika und deren Echtheitsprüfung zu verbessern, hat das Unternehmen Exax ein neues RFID-Inlay entwickelt, das in den Flaschendeckel integriert ist. „Bereits mehrere Hersteller von exklusiven hochprozentigen Getränken setzen die RFID-Flaschendeckel-Tags als Sicherungsschutz ein“, erläutert Harald Borutta, Direktor von Exax-Deutschland. „Diese Tags, die von uns entwickelt und hergestellt wurden, zerstören sich automatisch beim Öffnen der Flasche. Das Besondere ist ein spezieller Mechanismus, welcher den Tag beim Öffnen zerstört und sich dem entsprechenden Abnehmer eben als 'schon geöffnet' darstellt. Das Label lässt sich also nicht mehr fälschen.“Laut Borutta produziert das Unternehmen seit Apri/Mai dieses Jahres circa fünf Millionen Stück monatlich. „Whiskey zählt zu dem beliebtesten Getränk in den Karaoke-Bars und Diskotheken in Korea. Bisher wurden diese Flaschen durch einen einfachen Papierstreifen gekennzeichnet, der sowohl die Zoll- als auch die Echtheitsprüfung darstellte. Dieser Papierstreifen wurde jedoch sehr häufig kopiert und durch Eigenentwürfe ersetzt“, erklärt Borutta den Hintergrund der Lösung. Verpflichtend sei die Lösung zwar noch nicht, die Zollbehörden akzeptierten momentan noch das „Papier-Siegel“. „Aber die Importeure setzen damit alle Hersteller unter Druck, sich dieser Technik anzupassen“, so der Ausblick von Borutta.
Foto: EXAX Deutschland









