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RFID-Rollout nach Untersuchungsphase?

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Die European Pallet Association (EPAL) testet im Rahmen des internationalen EPC/RFID-Projektes den praktischen Nutzen von RFID auf Paletten.Epal plant weitere Pilottests mit Palettenpool

Fälschungssicherheit von Paletten, klare Besitzverhältnisse und die Steuerung von Reparaturprozessen stehen im Mittelpunkt des internationalen Palettenprojektes der European Pallet Association (EPAL).

Die technische Umsetzung und der praktische Nutzen von RFID auf Paletten auf Basis der EPC/RFID-Standards werden untersucht. Im Projekt wird die Integration des RFID-Tags in die Palette - insbesondere die Notwendigkeit der richtigen Platzierung - aufgezeigt. Zuvor wurde die Lesbarkeit der Transponder in Feld- und Labortests unter verschiedenen Beladungszustanden auf einer Palette nachgewiesen.

Dazu Harry Jacobi, CEO von EPAL: „Wir befi nden uns derzeit in der Test- und Untersuchungsphase, um einen Business-Case zu erstellen, auf dessen Basis im nächsten Jahr eine Entscheidung über den Rollout getroffen werden soll." Zuvor seien ab Januar/Februar 2010 zwei circa sechsmonatige Pilottests geplant. Einer wird in Norddeutschland gemeinsam mit Rewe stattfi nden, ein zweiter soll parallel in Polen unter Beteiligung von Coca Cola und DPD erfolgen. Im Mittelpunkt dieser Test wird laut Jacobi die Optimierung der Hard- und Software stehen. Technisch wurden die EPC Gen2-Tags, die jeweils in eine kurze und eine lange Seite der Palette aufgebracht sind, bereits durch zwei Millimeter dicken ABS-Kunststoff verstärkt. Derzeit umfasst der Palettenpool von EPAL mit Standorten in 35 Ländern weltweit rund 500 Millionen Paletten.

Vorgesehen ist, wie in den letzten Jahren circa 70 bis 80 Millionen neue Paletten jährlich auf den Markt zu bringen. Wenn es zum RFID-Rollout kommt, wird es nach Schätzungen von Jacobi rund sechs bis acht Jahre dauern, bis der Palettenpool komplett ausgetauscht ist. Dabei ist geplant, dass von EPAL lizenzierte Hersteller die Paletten selbst mit den entsprechenden Tags versehen, deren Status durch ebenfalls von EPAL lizenzierte Reparateure nachverfolgbar geändert werden kann. „Wir erhoffen uns aus dem RFID-Einsatz Erkenntnisse über Schwundraten sowie illegale Paletten zu erhalten und diese somit zu reduzieren", so Jacobi weiter.

Die derzeit eingesetzte Prüfklammer als Qualitätsmerkmal soll dann durch RFID ersetzt werden. Langfristig ist auch angedacht, das Prüfsiegel fur Gitterboxen, die aktuell durch Mikrofarbcodepartikel fälschungssicher gemacht werden, zu ersetzen.

 

Lesen Sie die vollständige Reportage zum Thema „Smarte Ladungsträger“ in der Oktoberausgabe von „RFID im Blick“.

 

Foto: GS1 Schweiz

 

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