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Reportage: AutoID in der Lagerlogistik

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Reportage AutoID in der Lagerlogistik

Stetig steigende Anforderungen an Liefertreue, Flexibilität, maximale Verfügbarkeit und Prozesssicherheit in logistischen Abläufen sind längst Realität. Immer kleinere Pickmengen und Einzelbestellungen sollen möglichst kurzfristig geliefert werden.

Hinzu kommt, dass Kunden maßgeschneiderte Logistik-Leistungen verlangen. Im Gegenzug gilt es, Kosten und Zeit zu reduzieren. Beides setzt eine effiziente Lagerlogistik auf Basis moderner Technologien voraus. Genau hier liegt der Knackpunkt. Ein hohes Automatisierungspotenzial durch die Integration von Technologien wie RFID oder Pick-by-voice und neue Logistikkonzepte liegt bisher noch brach. Denn erst müssen durch Lagermodernisierung die Grundlagen geschaffen werden.

Der Nutzen von RFID zur Steigerung des Automatisierungsgrades und der Prozesssicherheit ist unbestritten. Dennoch bleiben viele Potenziale ungenutzt, wie die Reportage in der aktuellen Oktoberausgabe von „RFID im Blick" aufzeigt. Branchenexperten gehen davon aus, dass der Anteil von RFID-Systemen mit rund 20 bis 25 Prozent noch weit hinter dem Anteil von Barcodelösungen als auch zukünftig weiter vorherrschende Identifikationslösung in der innerbetrieblichen Materialflusssteuerung zurückliegt.

„RFID im Blick" hat unter anderem AutoID-Spezialisten aus dem Bereich Hard- und Software Systemintegration sowie Consulting zu ihrer Einschätzung befragt. Erklärungsansatze gibt es laut den Aussagen der Experten viele: Zum einen herrsche ein grundlegender Nachholbedarf, da in vielen Lägern oft noch mit Stift und Zettel gearbeitet werde. Zum anderen finde gerade vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation eine Verlagerung der Projektprioritaten statt. Viele RFID-Projekte würden aktuell sogar ganz auf Eis gelegt oder aus Kostengrunden zumindest verschoben. Auch technisch müsse in vielen Punkten noch Überzeugungsarbeit geleistet werden, so ein weiteres Argument. Viele Unternehmen würden oft zu kurz denken und nicht die Prozesse in ihrer Gesamtheit betrachten, oder es mangele gemäß dem Motto „Never change a running system" an Risikobereitschaft, die Prozesse zu verändern.

Dabei muss es auch nicht immer der große Wurf sein, um realisierbare, und vor allem bezahlbare RFID-Projekte, umzusetzen. Besonderss das Ladungsträgermanagement berge aktuell die größten Potenziale für den RFID-Einsatz. Als wesentliche Vorteile werden die Schaffung von Transparenz beziehungsweise Rückverfolgbarkeit, die Verringerung des Bestandes und die Reduzierung des Schwundes von Mehrwegtransportverpackungen in Poolsystemen genannt.

Dies unterstreichen auch Studien der Universität St. Gallen sowie des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik Aber auch die Forscher kommen zu dem Schluss, dass es in der Praxis noch eine Weile dauern wird, bis das Thema RFID im Bereich Ladungsträgeridentifikation in der Praxis an Fahrt gewinnt. Welche Ansätze die Forschung sowie Poolbetreiber in aktuellen groß angelegten Projekten verfolgen, lesen Sie in der Reportage in der Oktoberausgabe von „RFID im Blick".

 

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