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Sensoren schützen vor Hitzestau

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RFID-Sensor-Tags ermöglichen eine Dokumentation von Hitzestaus in Feuerwehrbekleidungen.Intelligente Feuerwehrbekleidung mit RFID-Technik

Brandbekämpfung in kritischen Umgebungen wie beispielsweise in Tanklagern oder Munitionsdepots stellen nicht nur die Einsatzkräfte vor große Herausforderungen, sondern auch deren Kleidung. Aber nicht nur außerhalb der Kleidung herrscht eine hohe Temperatur, sondern auch innerhalb, wenn Feuerwehrmänner enormen körperlichen Anstrengungen ausgesetzt sind. Um die Dokumentation von Hitzestaus in Feuerwehrbekleidungen im Einsatz zu ermöglichen, setzt das Unternehmen Feuerschutz Jockel in Zusammenarbeit mit dem Textilhersteller Sioen seit Jahresbeginn passive RFID-Sensor-Tags innerhalb der Membran der Kleidung ein. „Unser Projekt ist noch nicht vollständig abgeschlossen. Zurzeit überlegen wir aktive Tags einzusetzen, da sich dadurch weitere Einsatzmöglichkeiten bieten, wie beispielsweise Echtzeit-Ortung der Position von Feuerwehrleuten", berichtet Markus Kohten, Projektleiter bei Feuerschutz Jockel, gegenüber „RFID im Blick".

Die eingesetzten Tags in der Feuerwehrkleidung sind resistent gegen Hitze bis zu 300 Grad Celsius. In dem Projekt sei aber nur die Temperatur innerhalb der Kleidung relevant. „Feuerwehrmänner sind nicht permanent in brennenden Räumen im Einsatz. Wenn beispielsweise ein Feuerwehrmann im Sommer eine Pumpe händisch bedient oder eine Straße absperren muss, kann sich innerhalb der Schutzkleidung ein Hitzestau aufbauen. Für uns ist es wichtig zu wissen, welche Temperaturen der Träger der Kleidung bei solchen Einsätzen zu ertragen hat. Dies wurde bisher in keinem Feuerwehr-internen Projekt dokumentiert", erklärt Kohten.

Die Dokumentation diene der Auswahl der passenden Feuerwehr-Einsatzbekleidung. Anhand der Ergebnisse ließe sich auswählen, welches Material in der Kleidung geeignet ist, um Feuchtigkeit beim Schwitzen abzuleiten. „Natürlich ist auch der direkte Feuerwehreinsatz selbst zu betrachten, sprich welche Kleidung bietet gegen Feuer die beste Schutzwirkung. Die reine Brandbekämpfung steht aber nicht mehr im Vordergrund. Rund 60 bis 70 Prozent aller Feuerwehreinsätze sind mittlerweile technischer Art", erklärt Kohten. Im November 2009 endet die zweite Projektphase.

Laut Kohten setzten Feuerwehren bislang auf Barcode-basierte Lösungen. Eine RFID-Lösung sei auch im Bereich der Brandschutzunternehmen neu. „Der Gerätewart einer Feuerwehr hat nicht nur die Aufgabe Feuer zu bekämpfen und Einsätze zu fahren, sondern er muss auch dafür sorgen, dass die Einsatztechnik bevorratet, instandgehalten und -gesetzt wird", erklärt Kohten den Grund für einen RFID-Einsatz. Eine manuelle Dokumentation sei laut dem Projektleiter bisher noch nicht erfolgt und zudem manipulierbar. Durch eine RFID-Lösung könne der Gerätewart die getaggten Objekte mit einem Handheld überprüfen und danach den Chip beschreiben. Mit einem Verwaltungsrechner ließe sich dann auf die Dokumentation zurückgreifen und diese zur Weiterverarbeitung benutzen. Somit würde eine Dokumentation doppelt vorliegen - am Produkt selber und in der Verwaltung.

Seit 2006 setzt das Unternehmen RFID-Tags zur Nachverfolgung und Wartung von Feuerlöschern nach ISO 9001 ein. Anfang 2009 fiel die Entscheidung Tags in Verbindung mit Sensorik auch in der Feuerwehrbekleidung einzusetzen.

Bild: fotolia©Redzi

 

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