RFID-Einsatz im Abwasserschacht
Mit RFID-Technologie an allen Wirtschaftsgütern und mobilen PDAs setzen die Stadtwerke Krumbach derzeit ein ‚mobiles Anlagenmanagement' um. Die RFID-Datenträger müssen dabei harten Bedingungen wie Abwasser, Schmutz, Schlamm und Kälte standhalten und auf unterschiedlichen Untergründen wie Metall oder Beton haften. Im Rahmen der ersten Projektstufe wurde die „Sichtprüfung der Abwasserschächte" nach der EKVO (Eigenkontrollverordnung) mittels mobilen Geräten zur Auftragsabwicklung und RFID-Datenträger zur Objekterfassung realisiert. Über 3 500 Schächte werden mit Transpondern ausgerüstet. Alle relevanten Daten sind dadurch direkt am Objekt mittels mobilen PDAs verfügbar.
Die Stadtwerke Krumbach versorgen die etwa 13 000 Einwohner über ein 91 Kilometern umfassendes Leitungsnetz mit circa 580 000 Kubikmeter Wasser pro Jahr. Die Abwasserentsorgung auch für weiter angegliederte Gemeinden erfolgt über das 120 km lange Kanalnetz hin zur eigenen Kläranlage. Das Kanalleitungsnetz umfasst insgesamt circa 3 500 Abwasserschächte. Im Rahmen der EKVO (Eigenkontrollverordnung) ist eine regelmäßige Inspektion des Kanalnetzes vorgeschrieben, um Schäden rechtzeitig zu ermitteln. Im Schadensfall besonders wichtig ist der Nachweis, dass die Einhaltung bestehender Vorschriften durch Organisationsabläufe geregelt ist und nachweislich dokumentiert (Nachweispflicht) werden kann.
Die Werksleitung hat sich unter anderem deshalb für den Einsatz einer modernen technischen Betriebsführungssoftware entschieden, um die komplexer werdenden Informationsflüsse bündeln zu können sowie den gesetzlichen Anforderungen zur Überprüfung aller technischen Anlagen gerecht zu werden. Das Endziel umfasst sämtliche Anlagen im Rahmen des technischen Managements der Stadtwerke.
Als RFID-Datenträger kommen Produkte der „smart-Dome Freestyle" Produktreihe von smart-Tec zum Einsatz. Diese müssen Bedingungen wie Abwasser, Frischwasser, Schmutz, aggressiven Reinigungsmitteln sowie thermischen Belastungen standhalten. Eine besondere Herausforderung bestand darin, dass nur eine Bauform des RFID-Datenträgers zum Einsatz kommen sollte, welche jedoch an unterschiedlichen Oberflächen wie Metall, Kunststoffen, Holz und Beton haften und ein sicheres Auslesen gewährleisten muss. Zudem musste der Datentransfer auch an Wirtschaftsgütern, die in geschlossenen, explosionsgeschützten Räumen in Klärwerken stehen, möglich sein.
Mit der nun bei den Stadtwerken Krumbach zum Einsatz kommenden Systemlösung in Verbindung mit dem RFID-System sind alle Daten des jeweiligen Wirtschaftsgutes direkt am Objekt verfügbar. Alle grundlegenden Funktionen des Anlagenmanagements können direkt mittels mobiler Datenerfassungsgeräte (PDA) abgebildet werden. Zudem erfolgt eine zuverlässige Identifikation der einzelnen Wirtschaftsgüter sowie eine eindeutige Bestimmung der Standorte der Wirtschaftsgüter. Die Kombination von eindeutiger, elektronischer Kennzeichnung und mobilen Datenerfassungsgeräten ermöglicht sehr effiziente Arbeitsabläufe von Instandhaltungsdaten für Wartungen und Reparaturen. Werden beispielsweise während regelmäßiger Inspektionen Mängel oder Schäden festgestellt, können diese sofort erfasst und nach der Datenübertragung von der zentralen Betriebsführungssoftware die dementsprechenden Reparaturaufträge ausgelöst werden.
Bild: smart-TEC GmbH & Co. KG


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






