Passive Transponder-Lesung bei 245 Kilometern pro Stunde auf Teststrecke in Österreich
Aufgrund von Kundenanfragen aus dem Maut- und dem Hochgeschwindigeits-Bahnbereich führte das Unternehmen 7iD am 3. Oktober 2009 auf einer Teststrecke in Österreich einen Geschwindigkeitstest mit passiven UHF-Transpondern durch. Das Ergebnis lieferte eine Tag-Lesung bei maximal 245 Kilometern pro Stunde. „Die Ergebnisse sind stabiler als wir erwartet hatten. Ich gehe davon aus, dass mit unserem speziellen Testaufbau auch eine Lesung bei einer Geschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde möglich ist", erläutert Gerhard Gangl, Geschäftsführer bei 7iD Technologies, gegenüber „RFID im Blick".
Auslöser des Testaufbaus waren laut Gangl Kundenanfragen aus dem Mautbereich, welche Geschwindigkeiten bis zu 160 Kilometer pro Stunde für die Tag-Erkennung forderten sowie aus dem Hochgeschwindigkeitsbahnbereich, welche auf offener Strecke bei einer Geschwindigkeit von bis zu 250 Kilometer pro Stunde getaggte Waggons erfassen möchten.
Test auf gesicherter Teststrecke
Für den Testaufbau wurde eine zehn Kilometer lange Teststrecke verwendet, die exklusiv für diese Hochgeschwindigkeitstest zur Verfügung stand. Getestet wurde mit einem speziell für diese Tests ausgerüsteten Fahrzeug. „Bei diesen Geschwindigkeiten war Sicherheit für uns ein primäres Ziel", erklärt Gangl.
Ergebnisse zweifach verifiziert
Getestet wurde am 3. Oktober mit einem Pkw und einem handelsüblichen C1G2 On-Metal-Tag und EPCglobal zertifizierten Reader- und Controller-Produkten. Der Pkw durchfuhr mit den lt. Testplan festgelegten Geschwindigkeiten die Teststrecke. Die gemessenen Ergebnisse wurden mittels mehrerer RFID-Reader erfasst und über einen Netzwerkcontroller, der die Daten von den Lesegeräten aufzeichnet, in eine Datenbank geloggt. Das Ergebnis wurde über den Tacho des Einsatzwagens und GPS zweifach verifiziert..
Pilotprojekte möglich
Das RFID-Setup verwendete handelsübliche Komponenten. Weitere Details über den Aufbau des Testszenarios möchte Gangl zum jetzigen Zeitpunkt nicht veröffentlichen. „Wir haben nachgewiesen, dass die Auslesung von passiven UHF Gen2-Tags bei Geschwindigkeiten mit bis zu 245 Kilometern pro Stunde, die sich für den Hochgeschwindigeits-Bahnbereich eignen, mit einem geeigneten Testaufbau möglich ist", so Gangl. Ein Einsatz in Pilotprojekten sei laut des Geschäftsführers vom jetzigen Zeitpunkt an denkbar.
Bild: photocase (ohneski)


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






