RFID-Einsatz in Aluminium-Druckgießerei
Bei der ae group, einer international agierenden Aluminium-Druckgießerei, werden Druckgussteile zu montagefertigen Komponenten für die Automobil- und Luftfahrtindustrie weiterverarbeitet. Dabei kommen in den Produktionslinien RFID-Systeme zum Einsatz, die extremen mechanischen und chemischen Beanspruchungen ausgesetzt sind. Für das Werk im westthüringischen Gerstungen, in welchem unter anderem die Fertigung für Achstriebgehäuse aus Aluminiumteilen erfolgt, setzt das Unternehmen auf Ganzmetall-Schreib-/Leseköpfe und -Datenträger von Contrinex.
Auf der rund 130 Meter langen Fertigungsstraße durchlaufen die Aluminium-Druckgussteile vollautomatisch sämtliche Bearbeitungsschritte bis zum fertigen Achstriebgehäuse. Der Transport der Bauteile erfolgt dabei von Werkstoffträgern, die mit einem RFID-Transponder ausgerüstet sind. Die Tags, jeder mit einer eindeutigen Identifikationsnummer versehen, sind schreib- und lesbar und enthalten neben Informationen über Bauteilart und -nummer auch den momentanen Fertigungsstand des transportierten Werkstücks. Dieser wird nach jedem einzelnen Bearbeitungsschritt von den vor Ort installierten Schreib-/Leseköpfen aktualisiert und vor der nächsten Weiche oder Arbeitsstation ausgelesen.
Schrittweise Protokollierung durch RFID
Die insgesamt 66 Schreib-/Leseköpfe und 34 Auslesegeräte sind per Profibus miteinander vernetzt und bilden zusammen mit den Transpondern ein RFID-System, mit dem die gesamte Wege- und Weichensteuerung geregelt und zudem die Fertigung jedes Achstriebgehäuses Schritt für Schritt protokolliert wird. Von der Bestückung am Anfang der Fertigungslinie bis zu den finalen Produktionsschritten wie der Dichtigkeits- und Druckprüfung begleiten die ständig aktualisierten RFID-Transponder das Werkstück, bis dieses am Schluss mit einem Matrixcode versehen wird. Dabei erfolgt eine Überprüfung der RFID- und Matrixcodedaten miteinander. Erst wenn diese übereinstimmen, werden die RFID-Daten gelöscht und der Träger fährt mit genulltem Transponder zurück zur Bestückung.
Rundum vor Öl geschützt
Der gesamte Produktionsprozess der Achstriebgehäuse ist als Ölbearbeitung ausgelegt, daher sind keine weiteren Schmier- oder Kühlstoffe für die Werkstücke nötig. Allerdings sind diese und deren Träger bis zur Nachbearbeitung der fertigen Bauteile permanent mit einem Ölfilm überzogen, was besondere Anforderungen an die Komponenten der Fertigungsstraße stellt. Auch die Reinigung der montierten Gehäuse in der Lauge der Waschmaschine müssen die mitgewaschenen Werkstoffträger mit den RFID-Tags schadlos überstehen. Fällt ein Transponder oder ein Schreib-/Lesekopf hingegen aus, bedeutet das den Ausschuss des transportierten Gehäuses.
Lesen Sie den gesamten Beitrag in der Novemberausgabe von „RFID im Blick".
Bild: Contrinex GmbH


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...





