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China gibt E-Pass aus

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Die chinesischen Behörden haben vor ab dem ersten Quartal 2010 jährlich rund 6,5 Millionen elektronische Reisepässe auszugeben.Regierung verabschiedet erste Reisepass-Generation

Die chinesische Regierung hat die Ausgabe der elektronischen Pässe für das Jahr 2010 beschlossen. Für die Ausstattung der ersten Generation der Ausweise setzt die chinesische Regierung den NXP-Chip „SmartMX" in den Bürgerpässen ein. Die Chip-Auslieferung starte laut Aussage des Unternehmens noch im Jahr 2009. Parallel dazu liefert auch Infineon Technologies Sicherheitschips nach China sowohl für die Bürger- als auch für die Diplomaten- und Regierungspässe. Laut Aussage des Chipherstellers wollen die chinesischen Behörden ab dem ersten Quartal 2010 mit der Ausgabe von jährlich rund 6,5 Millionen elektronischen Reisepässen beginnen.

Die Chip-Auslieferung an zwei verschiedene Behörden beruhe nach Aussagen von Infineon darauf, dass es in China zwei ePass-Projekte gebe: eines beträfe die Auslieferung der Bürgerpässe, für welche das Ministerium für Öffentliche Sicherheit zuständig sei, das zweite sei verantwortlich für die Ausgabe der Ausweisdokumente für Diplomaten und Regierungsangestellte, welches vom Außenministerium betreut werde.

Derzeit befänden sich laut NXP in China über 30 Millionen Pässe im Umlauf, welche zehn Jahre gültig seien. Auf Basis dieser Zahlen werde ein großes Volumen an elektronischen Reisepässen in den kommenden Jahren erwartet. „Die Initiative für elektronische Pässe ging weltweit zunächst von den Visa Waiver Countries aus, das sind die Länder, für die keine Visumspflicht für Einreisen in die USA beteht. In diesen Ländern müssen neu ausgestellte Reisepässe seit Oktober 2006 einen Sicherheitschip enthalten, der ein digitales Foto speichert. Andere Länder haben sich diesem Trend angeschlossen, vor allem um die Fälschungssicherheit ihrer Dokumente zu erhöhen und eine schnellere Abfertigung an den Grenzen mittels automatischer Kontrollen zu realisieren", so Christian Wiebus, Director Product Management bei NXP.

Die SmartMX-Chips enthalten Sicherheitsfeatures gegen Manipulations- beziehungsweise auch gegen Angriffsszenarien mit Hilfe von Licht- und Lasertechnologie. Ferner besitzen sie eine eigene Hardware-Firewall zum Schutz der Chip-Sektoren gegen unerlaubte Zugriffe. Die Chips sind für schnelle Lese- und Schreibzugriffe optimiert und haben eine Dicke von 320 Mikrometern.

„Im Allgemeinen speichern elektronische Reisepässe in der Europäischen Union Namen und Passnummer sowie Geburtsdatum, Ablaufdatum und Gesichtsbild. In einem großen Teil der europäischen Länder werden zudem auch die Fingerabdrücke mit besonderem Zugriffsschutz (EAC) gespeichert", so Wiebus.

Laut Angaben von Infineon enthält der neue chinesische Reisepass im Umschlagrücken den Chip, auf dem die im Pass gedruckten Informationen verschlüsselt abgespeichert sind. Dazu gehören etwa der Name des Passinhabers, das Geburtsdatum und ein Lichtbild sowie Gültigkeitsdauer und Nummer des Reisepasses.

Zum Hintergrund:
NXP und der Chiphersteller Infineon Technologies sowie der Chipkartenhersteller Giesecke & Devrient gehören zu den elf Unternehmen aus sechs EU-Staaten, die im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes BioP@ss an der Entwicklung einer hochsicheren Chipkartenplattform forschen. Laut Aussagen der teilnehmenden Unternehmen soll das Projekt Ende Juni 2011 abgeschlossen sein. Das Gesamtbudget betrage laut Aussagen des Chipherstellers etwa 13 Millionen Euro und werde zur Hälfte von den Partnern aus Industrie und Wirtschaft getragen. Die andere Hälfte werde als Teil des europäischen Eureka-Clusters Catrene/Medea+ aus Mitteln nationaler Behörden gedeckt. Im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung unterstützte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt im Rahmen des Programms „Informations- und Kommunikationstechnologie 2020" (IKT 2020) mit etwa 2,8 Millionen Euro.

Bild: NXP Semiconductors Germany GmbH

 

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