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Harmonisierungsvorschlag für Teile und Komponenten

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Standardisierte Gen2-Tags kommen beispielsweise beim Mercedes-Benz Werk in Berlin zum Einsatz, um die RFID-gestützten Motorladungsträger zu erfassen.ISO- und EPC-Normen erstmalig in einem RFID-Tag kombiniert

Der VDA hat in den letzten Jahren eine Reihe von Empfehlungen für den Einsatz von EPC- und ISO-Normen für die Autombilindustrie entwickelt. Dies sind die Empfehlungen 5501 für Behälter, 5510 für Teile/Komponenten und 5520 für die Fahrzeugdistribution. Um zu einer weiteren Harmonisierung innerhalb von Europa zu gelangen wurden diese auch bereits der europäischen Dachorganisation Odette vorgelegt. In Amerika hat der AIAG mit dem „B11 Item-Level RFID Standard" (kurz B11) seinerseits einen Vorschlag für den RFID Einsatz bei Teilen erarbeitet, welcher sich aktuell in der Bearbeitung und Abstimmung befindet. Über den Inhalt des B11-Vorschlags und den Ausblick auf die Auswirkungen auf die Automobilindustrie und die Zulieferer sprach „RFID im Blick" mit Stephan Eppinger, Manager Liefer-/Transportlogistik und CoC RFID, und Frank Peters, verantwortlicher Leiter für SAP-, Microsoft.net- und RFID-Enterprisestrukturen, bei Daimler.

„Der ursprüngliche B11-Vorschlag beinhaltete nur Standardisierungsdetails für Reifen und Räder und sah nur die Identifizierung gemäß EPCglobal vor. Das aktuell vorgelegte Dokument bezieht sich allgemein auf Teile. Dieses Dokument beinhaltet zum ersten einen harmonisierten Vorschlag, wie man ein Teil mittels RFID sowohl ISO- als auch EPCglobal-konform identifizieren kann", so Eppinger. Zum zweiten beinhalte es eine Vorgabe, wie in den User-Bereich des Tags Daten geschrieben werden sollen. Dieser Bereich sei für Daten vorgesehen, welche das Teil weitergehend beschreiben, wie beispielsweise der Lieferant oder das Produktionsdatum.

Der Tag solle dabei über die Luftschnittstelle ISO 18000-6C beziehungsweise Gen2 angesprochen werden können. Zudem müsse dieser einen 96 bis zu 240 Bit-großen Speicherbereich für die eigentlichen Identifizierungsdaten (je nach Nummerierungsschema), und bei Bedarf einen mindestens 512 Bit-großen Speicherbereich für das User-Memory vorsehen.

Laut Eppinger nehme Daimler weiterhin an Standardisierungsbemühungen teil, weil das Unternehme diese für unersetzlich halte, um RFID in offenen Lieferketten einzusetzen. Standardisierungsprozess werden aktiv mitgestaltet, um die Ergebnisse auch in den unternehmensinternen Prozessen nutzen zu können.

„Diese Standards sollten zudem nicht nur unternehmensintern integriert werden können, sondern auch in die Lieferketten von und zu unseren Suppliern. Wir möchten gerne einheitlich eine standardisierte 'Sprache' sprechen. Dieser Ansatz wäre für alle beteiligten Unternehmen zudem wirtschaftlicher", so Peters.

Lesen Sie das komplette Interview in der Novemberausgabe von „RFID im Blick".

Bild: Daimler AG

 

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