Als einer der Vorreiter in Sachen RFID in der automobilen Wertschöpfungskette hat sich Daimler bereits im Rahmen mehrerer Projekte mit dem Einsatz der Technologie in Produktion und Logistik auseinander gesetzt. Als jüngstes Projekt wurde im Werk Berlin erfolgreich ein RFID-gestütztes Motorenladungsträgermanagement implementiert.
Dieses unterscheidet sich von den übrigen Projekten durch einen kollaborativ geschlossenen RFID-Einsatz und die umfangreiche Integration in die IT-Landschaft des Konzerns. Für die Verfolgung der Motorenladungsträger über den gesamten Wertschöpfungsprozess wurden die Ladungsträger der V8/V12-Motoren mit einem wasserdichten Outdoor-RFID-Tag, welcher an der Mittelstrebe des Ladungsträgers befestigt ist, versehen.
RFID-gestützter Früchteumschlag im Hamburger Hafen
Am O'Swaldkai am Hamburger Hafen legen jährlich 450 Schiffe an, von welchen etwa 200 mit Bananenpaletten beladen sind. Das Gesamtvolumen der Bananen liegt bei etwa 750 000 Tonnen pro Jahr, dazu kommen rund 100 000 Tonnen anderer Früchte aus Übersee wie Ananas, Weintrauben und Äpfel, welche in Containern angeliefert werden. Mit „Hamburger" Früchten werden weite Teile Deutschlands ebenso wie Skandinavien, das Baltikum sowie Mittel- und Osteuropa beliefert. Um die Effizienz der Umschlagsanlage am O'Swaldkai zu erhöhen und eine lückenlose Transparenz der einzelnen Paletten mit Bananenkartons in der Transportkette zu ermöglichen, hat das HHLA Frucht- und Kühl-Zentrum im Juli 2009 eine vollautomatisierte Klimahalle in Betrieb genommen. In der Klimahalle sorgen vier individuell zu steuernde Kühlkammern für eine exakt temperierte Lagerung der Ware. Computergesteuerte Regalbediengeräte bringen die Paletten mit Bananenkartons zu ihrem Platz im Hochregallager. Die logistischen Stationen werden mit RFID-getaggten Paletten verfolgt und dokumentiert. Über den Betrieb der Halle sprach „RFID im Blick" mit Betriebsleiter Jürgen Wulf und Andrea Schecker-Krauß, Leiterin Systementwicklung bei der HHLA Frucht, vor Ort im Hamburger Hafen.
Reportage: Aktive Transpondertechnologie
Ein Vorteil aktiver RFID-Systeme ist die größere Reichweite gegenüber passiven Systemen. Die Energie zur Versorgung des Mikrochips beziehen aktive RFID-Tags nicht durch Readersysteme, sondern aus einer eingebauten Batterie. Durch zusätzliche integrierte Sensorik ist es möglich, Temperaturen, Feuchtigkeit sowie Schock an dem getaggten Objekt zu messen und die Daten anschließend im Speicher zu loggen. „RFID im Blick" sprach mit Branchenkennern über technologische Grundlagen, Standards sowie die Kombination von aktiven Systemen mit Ortungstechnologien.
Reportage: RFID-Systeme für Bibliotheken
RFID-Systeme in Bibliotheken unterstützen nicht nur die Automatisierung von Prozessen wie der Buchausleihe und -rückgabe oder die Vorsortierungen, sondern sie dienen auch als Diebstahlsicherung, vereinfachen Inventuren oder unterstützen Bezahlfunktionen über RFID-basierte Mitgliederausweise. Welche technischen Anforderungen an RFID-Systeme gelten speziell im Bibliotheksumfeld? Welche Standardisierungsbestrebungen werden derzeit verfolgt? Und welche Hürden gibt es bei der Konvertierung von Medien? Diese und andere Fragen beantworten fünf Experten in Interviews. Aktuelle Praxisbeispiele ergänzen die Reportage.
Lesen Sie mehr in der Dezemberausgabe von "RFID im Blick".
Bilder: EasyCheck GmbH & Co. KG, HHLA Frucht- und Kühl-Zentrum GmbH, Erik Hande (fotolia)





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