Stadtbibliothek Mühlheim integriert Selfservice
Laut der bibliotheksinternen Statistik bewegen die Mitarbeiter wöchentlich durch die händische Bearbeitung der Medien das Gewicht eines Kleinwagens. Um die Mitarbeiter zu entlasten und gleichzeitig die Geschwindigkeit der Ausleihe und Rückgabe zu erhöhen, setzt die Stadtbibliothek Mühlheim an der Ruhr seit August 2009 auf ein RFID-Komplettsystem, dessen Konzept auf einem Selfservice bei der Ausleihe und Rückgabe der angebotenen Medien basiert.
Aber auch die interne Bearbeitung wird erleichtert. „Den Mitarbeitern wird nun die Zeit verschafft, um eine kompetente Beratung und Betreuung der Kunden durchzuführen, welche zuvor aufgrund der enormen Arbeit an den Ausleih- und Rückgabestellen entfallen musste", berichtet Sandra Graue, RFID-Verantwortliche bei Nedap in Deutschland. In dem Projekt wurden alle 250 000 Medien mit RFID-Etiketten ausgestattet. Die vorherige Barcode-Nummer wurde bei der Umstellung in das RFID Etikett hineinprogrammiert. Zusätzlich haben sie eine integrierte Sicherungsfunktion gegen Diebstahl. Sollte das Medium mehrteilig sein, beispielsweise ein Buch mit CD, ist diese Information auch automatisch im Etikett bei der Programmierung hinterlegt worden. Für die Mitarbeiter sind in den Theken Reader-Systeme auf Basis von 13,56 MHz installiert, welche zudem in Metall eingefasst sind, sodass keine Lesungen nach unten und zur Seite möglich sind. Über die Geräte können die Mitarbeiter die Medien verbuchen und fragen gegebenenfalls Statusinformationen ab. Der Leseabstand ist dort auf 20 Zentimeter festgelegt. „Die Mitarbeiter können nun auch im Stapel verbuchen und brauchen dazu nur noch eine Taste zu drücken, sodass die Medien in das Library-Management-System verbucht und anschließend entsprechend entsichert werden", erklärt Graue.
Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der 6-seitigen Reportage „RFID-Einsatz in Bibliotheken" in der Dezemberausgabe von „RFID im Blick".
Foto: Nedap Deutschland GmbH









