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RFID beschleunigt Brammenumschlag

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RFID-Reader erfassen die Stahlbrammen.EPCIS-konforme Plattform schafft komplettes Abbild des Transportweges

Für ThyssenKrupp stellt T-Systems seit Februar 2009 eine IT-Plattform zum automatischen Identifizieren und Lokalisieren der Stahltransporte bereit. Ziel ist es unter anderem, den Umschlag im Hafen deutlich zu verkürzen. „Die Lösung wird in Brasilien, in den USA und Duisburg zum Einsatz kommen. Dabei sind die ThyssenKrupp-eigenen Unternehmen vollständig eingebunden", erläutert Heiko Röhr, RFID-Experte bei T-Systems, gegenüber „RFID im Blick". In einer Etikettierstation kleben Mitarbeiter RFID-Tags auf durchschnittlich rund 20 Tonnen schwere Stahlblöcke, bevor diese sogenannten Brammen verschifft werden. Lesegeräte können die IDs dann auf ihrem Weg von Brasilien in die weiterverarbeitenden Walzwerke per Funk auslesen.

Weltweiter RFID-Datenverkehr

Die RFID-Technologie spielt eine maßgebliche Rolle in dem Bestreben die Verladezeiten der Brammen zu verkürzen. Weiterhin erhöht RFID auch die Sicherheit der Hafenmitarbeiter, da die IDs auf den Brammen nun automatisch mit den am Kran integrierten Readern abgelesen werden können. Die Hafenarbeiter müssen sich daher nicht im Gefahren- und Schwenkbereich der Kräne aufhalten. Der gesamte RFID-Datenverkehr aus Brasilien, den USA und Deutschland läuft über das Rechenzentrum von Operational Services, einer Tochterfirma von T-Systems in Frankfurt.

Abbild aller Transporte

Die zentrale Plattform liefert ein komplettes Abbild des Transportweges für jede einzelne Bramme - vom Stahlwerk bis zur Weiterverarbeitung. Zugriff auf die Plattform für sogenannte AutoID-/Right Time Enterprise Services haben ausschließlich registrierte Nutzer. Auch die Information definierter Mitarbeiter des Stahlkonzerns, wenn beispielsweise Brammen falsch verladen oder Transportzeiten überschritten werden, ist mit der Plattform möglich.

EPCIS-konforme Plattform

T-Systems kann von Frankfurt aus alle RFID-Lesepunkte weltweit fernsteuern und bei Störungen weitestgehend eingreifen. „Die Plattform ist ein Multimandanten-AutoID-System, auf dem die Kunden Telematik- und RFID-Services abrufen können. Zurzeit verarbeitet die Plattform 500 000 Transaktionen am Tag von etwa 200 Kunden. ThyssenKrupp besitzt aus Entwicklungsgründen ein Abbild seiner Umgebung. Die gesamte Plattform ist EPCIS-konform angelegt und wird als erster gehosteter EPCIS-Service zertifiziert", sagt Heiko Röhr.

120 Schiffe pro Jahr

Rund fünf Millionen Tonnen Stahl soll das Werk laut Richter in der Bucht von Sepetiba im Bundesstaat Rio de Janeiro künftig produzieren. Insgesamt werden jährlich etwa 250 000 Stahlblöcke unterwegs sein, von denen rund 100 000 nach Deutschland transportiert würden. Wenn der Hafen in der Bucht von Sepetiba in Betrieb geht, sollten dort 120 Schiffe pro Jahr an- und ablegen können. Von Südamerika aus wird der Stahl nach Alabama, USA, oder via Rotterdam nach Duisburg und Bochum transportiert.

Projektpartner

T-Systems und Operational Services übernahmen das Projektmanagement für die weltweit verfügbare RFID-Plattform. Weitere Projektpartner sind unter anderem Nofilis mit dem Produkt CrossTalk sowie Operational Services, die den gesamten Betrieb der Plattform und der externen Devices international regelt. Deister Electronic steuerte mit einem speziellen UDL 500 Reader den Einsatz am Hafenkran, welche die mit Lexmark-Druckern erstellten Etiketten erfassen.

Foto: ThyssenKrupp Steel AG

 

 

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Kontakt: Joachim Gonschior
Tel.: (+49) 5105-516 111

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