Wäscherei Aumühle setzt Tunnel-Reader zur Erfassung von Wäschesäcken ein
RFID-Tunnel-Reader wurden entwickelt, um eine große Anzahl von Tags in einem Arbeitsgang zu lesen. Über die technologischen Details und praxisbezogene Einsätze berichtet Ramin Hassan, Geschäftsführer des Unternehmens Gera-Ident, in dem aktuellen Themenheft „RFID-Readertechnologie 2010" von „RFID im Blick".
„Die mit Transpondern ausgestatteten Objekte können während der Bewegung durch einen Tunnel-Reader unabhängig von ihrer Position erfasst werden. Die bevorzugte Frequenz ist hierbei HF, da die meisten akkreditierten Anwendungen in diesem Frequenzbereich zu finden sind. Zudem sind UHF-Tunnelsysteme sensibler in ihrer Entwicklung und Anwendung", erläutert Ramin Hassan im Interview gegenüber „RFID im Blick". „Im Allgemeinen resultieren im HF-Bereich die besten Lesereichweiten aus der parallelen Anordnung der Tags zur Antenne. Da man dies aber beispielsweise bei Transpondern auf Kleidung im Wäschesack nicht gewährleisten kann, muss ein virtuelles dreidimensionales Lesefeld im Tunnel aufgebaut werden. Wenn die Antenne des Datenträgers einen Winkel von 45 Grad zu einer Antenne des Tunnels übersteigt, dann wird es schwierig den Datenträger mit dieser Antenne zu identifizieren. Durch die dreidimensionale Anordnung der Antennen unterschreitet in diesem Fall aber der Winkel relativ zu einer anderen Antenne 45 Grad. Somit wird ein sichere Auslesen der Datenträger gewährleistet", führt der Geschäftsführer weiter aus.
Tunnel-Reader werden beispielsweise in der Wäscherei Aumühle in Darmstadt eingesetzt. Dort treffen Wäschewägen mit schmutziger Wäsche in entsprechenden Säcken ein. Die Säcke werden auf ein Förderband gestellt und durchlaufen den Tunnel-Reader. Die Erfassung der Objekte im Wäschesack erfolge dabei zu über 99,9 Prozent, wie Hassan bestätigt. Die Daten werden in eine Datenbank gelesen und softwareseitig weiterverarbeitet, sodass ein umfassender Überblick über den Zustand und die Verfügbarkeit der Wäschestücke vorliegt. „Zurzeit testen wir im Rahmen von Entwicklungsprojekten bei einem Chemikalienhersteller den Einsatz von Tunnel-Readern, ebenso wie im Bereich der Nachverfolgung von Blutbeuteln und weiteren Produkten aus der Intensivmedizin. Weitere Tests absolvieren wir im Bereich der Dokumentenverfolgung, bei welcher Kisten mit zahlreichen Akten im Tunnel-Reader identifiziert werden".
Lesen Sie das vollständige Interview in dem Themenheft „RFID-Readertechnologie 2010".


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