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Einsatz in Gefahrenzonen

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In der Chemieindustrie kommen ATEX-Reader bei getaggten Ventilen zum Einsatz, um Wartungsdaten abzulesen.ATEX-Zertifizierung für RFID-Komponenten in explosionsgefährdeten Bereichen

RFID-Komponenten benötigen eine Zertifizierung, um in explosionsgefährdeten Umgebungen eingesetzt werden zu können. Walter Hein, RFID-Produktmanager bei Turck, erläutert die speziellen Anforderungen an die Komponenten gegenüber „RFID im Blick" im Interview in dem aktuellen Themenheft „RFID: Readertechnologie 2010".

„Es sind drei Zonen definiert, für welche eine ATEX-Zulassung erforderlich ist. Dies sind die Zonen 0, 1 und 2, die sich durch ihre potenzielle Gefährlichkeit unterscheiden. Analog dazu wurden die Zonen 20, 21 und 22 definiert, in denen die Gefahr nicht von gasförmigen Gemischen ausgeht, sondern von Stäuben", erklärt der Experte. „Zone 2 ist der Raum, in dem eine gefährliche explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln normalerweise nicht oder aber nur kurzzeitig auftritt. In Zone 1 kann man davon ausgehen, dass sich gelegentlich eine gefährliche explosionsfähige Atmosphäre bilden kann. Zone 0 ist letztendlich der Bereich, in welchem eine explosionsfähige Atmosphäre häufig bis dauernd vorhanden ist", so der RFID-Produktmanager weiter. Beispielsweise sind 80 Prozent eines Chemiewerks mit Zone 2 definiert. Lediglich ein Prozent ist Zone 0 und der Rest der Anlage fällt auf Zone 1. Eine ATEX-Zulassung für Zone 0 müsse laut Walter Hein also nur selten abgeschlossen werden und sei zudem auch schwer zu erreichen. „Denn Zone 0 ist sozusagen der Bereich im flüssigkeitsgefüllten Tank." Die Tendenz in der Industrie gehe laut dem RFID-Produktmanager zu einer Zulassung für die Zonen 1 und 2. Diese Produkte ließen sich mit vertretbarem Aufwand herstellen und seien für den Praxiseinsatz in den meisten Fällen völlig ausreichend. Ein Beispiel seien Feldgeräte in der chemischen Industrie, stehende Ventile, für die eine ATEX-Zulassung für Zone 1 beziehungsweise 2 genüge. Von den Objekten liest der Reader die Wartungsdaten ab. Meist sind hierbei mobile Reader im Einsatz, die dann entsprechende Zulassungen erfüllen. Auch im Bereich der Pharmaindustrie würden ATEX-Geräte eingesetzt, da sich dort brennbare Stäube in der Luft befinden. Die Zündung kann erfolgen, wenn der Staub eine geringe Korngröße aufweist. „Voraussetzung für eine Explosion ist neben einer Zündquelle eine ausreichende Dichteverteilung des Staubes in der Atmosphäre. Schließlich werden Reader für Zone 2 auch in der Automobilindustrie eingesetzt. Obwohl in der Lackierstraße wasserlösliche Lacke verwendet werden, sind die dort entstehenden Nebelgemische ebenfalls entzündbar", so Hein.

Lesen Sie das vollständige Interview in dem Themenheft „RFID: Readertechnologie 2010".

Foto: Hans Turck GmbH & Co. KG

 

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