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Intelligente Haushaltsgeräte

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Ein Kernstück des „Smart Watts“-Konzeptes sind die intelligenten Haushaltsgeräte.Internet der Energie soll Transparenz für Verbraucher erhöhen

Die Lastspitzen durch die intelligente Einbindung von Verbrauchern in privaten Haushalten zu senken, ist das erklärte Ziel des „Smart Watts"-Projektes, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert wird und vor einem Jahr an den Start gegangen ist. In dem aus sechs Teilprojekten bestehenden Vorhanden soll ein offenes System realisiert werden, das Stadtwerken, Geräteherstellern, Dienstleistern und Kunden neue Wege zu mehr Energienutzen und Effizienz eröffnet.

Ab 2011 sollen Energieverbraucher wie -erzeuger gleichermaßen von den neuen Anwendungen profitieren. Ein Kernstück des „Smart Watts"-Konzeptes sind die intelligenten Haushaltsgeräte, welche den aktuellen Energiepreis und den Funktionsstatus anderer Geräte im Haushalt interpretieren und ihren Eigenenergiebedarf abstellen können. So stellen sie automatisch den optimalen Betriebszeitpunkt fest, wodurch mittelbar die Umwelt und unmittelbar der Geldbeutel geschont werden.

Das Smart-Watts-Projekt sieht das künftige Energiesystem als ein Energie-Web, in dem eine Vielfalt von Erzeugern, Lieferanten, Dienstleistern und Kunden in unterschiedlichsten Konstellationen miteinander agieren. Mit dem Projekt werden konkrete Strukturen eines Internets der Energie entwickelt, die eine intelligente Vernetzung der Akteure und Anlagen entlang der Wertschöpfungskette, von der Erzeugung bis zum Verbraucher erlauben. Hauptakteure neben dem Konsortialführer utilicount sind das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR), die Unternehmen PSI Büsing und Buchwald, Soptim, Kellendonk Elektronik sowie die Stadtwerke Aachen. Als weitere Projektpartner sind unter anderen EnCT, das Fraunhofer IIS, DIN, ProCom und RegioIT beteiligt.

An der Technologie zur Vernetzung der Haushaltsgeräte arbeitet das Unternehmen Kellendonk, BMWi-Partner für die Projektkomponente „Smart Demand" - intelligente Nachfrage. Die Kölner Ingenieursgesellschaft entwickelt ein Energiemanagementsystem (EEBus), welches sowohl auf Funklösungen als auch Powerlinelösungen aufbaut und diesen neuartige Energiemanagementfunktionalitäten hinzufügt. Die Funklösung basiert hierbei auf der ZigBee-Technologie. ZigBee arbeitet mit dem WPAN-Standard IEEE 802.15.4. „Auch wenn die Frequenz 868 MHz in Europa viele Anhänger hat, wollen wir uns mit dem EEBus anfangs auf das international normierte 2,4 GHz Band konzentrieren", so Til Landwehrmann, Projektleiter bei Kellendonk, im Gespräch mit „RFID im Blick". Das Gesamtkonzept des EEBus wurde gerade bei der DIN/DKE vorgestellt. Eine entsprechende Normierung ist geplant. „2011 ist das Jahr der Feldteste", sagt Landwehrmann. Das gelte nicht nur für „Smart Demand", sondern auch für die ergänzenden Teilprojekte „Smart Architecture", „Smart Portfolio", „Smart Market" und „Smart Metering". Etwa 500 Haushalte im Raum Aachen werden im kommenden Jahr mit intelligenten Haushaltsgeräten, Zählern und zum Teil mit Elektrofahrzeugen ausgestattet.

Auch die Deutsche Telekom testet bereits seit einem Jahr Smart Metering in mehreren hundert Haushalten der T-City Friedrichshafen. Ab Mai 2010 will das Unternehmen gemeinsam mit den Technischen Werken Friedrichshafen das erste intelligente Stromnetz Deutschlands, das so genannte Smart Grid, schalten. Laut dem Branchenverband Bitkom könnte allein in Privathaushalten durch die Einführung von zeitabhängigen Tarifen und eine Visualisierung des tatsächlichen Energieverbrauchs (Smart Metering) nach konservativer Schätzung 9,5 Terawattstunden (TWh) pro Jahr gespart werden. Das entspreche der  Leistung von ungefähr vier mittelgroßen Kohlekraftwerken.

Lesen Sie mehr in der Februarausgabe von „RFID im Blick".

Foto: Stefan Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

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