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Testlauf: Funksensoren im Krankenhaus

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Die richtige Zuordnung medizinischer Geräte optimiert nicht nur die Prozessabläufe im Krankenhaus, sondern dient auch der Patientensicherheit.Uniklinik Erlangen erprobt drahtlose Überwachung von medizinischen Geräten

Seit dem 26. Januar ist das Universitätsklinikum Erlangen Testumgebung für das Pilotprojekt OPAL Health. Ziel ist die Prozessoptimierung durch die intelligente, drahtlose Überwachung und Lokalisierung von mobilen Betriebsmitteln und Inventar in Krankenhäusern. Das System basiert auf 868-MHz-Funksensoren, die mit eigener Stromversorgung senden und aufgrund niedrigerer Leistung eine bessere elektromagnetische Verträglichkeit aufweisen sollen als RFID-Tags.

„Der Feldversuch startete mit einer kleinen Anzahl von Sensorknoten, um die Alltagsfähigkeit zu testen", so Dr. Martin Sedlmayr vom Lehrstuhl für medizinische Informatik an der Universität Erlangen-Nürnberg im Gespräch mit „RFID im Blick". „Bis März 2010 wollen wir das Projekt auf die volle Aufbaustufe von rund 500 Sensorknoten hochfahren." Im Juli 2010 läuft die Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) aus, und das OPAL Health-Konsortium will den Testlauf in Erlangen abschließen. „Bis dahin wollen wir überprüft haben, ob die entwickelte Technologie ihre Versprechungen erfüllt. Wir wollen konkrete Benefits und ein Geschäftsmodell mit Return on Investment (ROI) skizzieren. Die ROI-Prognose stellt bei der Implementierung von RFID- und ähnlichen Lösungen stets eine Schwierigkeit dar. Bis zum Abschluss des Feldversuches wollen wir entsprechende Zahlen und daraus folgende Vorteile für die Anwender abbilden können."

Die Ortung medizinischer Geräte ist, neben der Zuordnung und Temperaturkontrolle von Blutkonserven, ein wesentlicher Bestandteil des OPAL Health-Konzeptes. Herzstück des Ortungssystems sind zwei Typen von Funkknoten: mobile Knoten und ortsfeste Ankerknoten. Anhand der bekannten Position der Anker und ihrer Feldstärken können mobile Knoten, die an medizinische Geräte angebracht sind, ihre Position bestimmen und übermitteln. Damit die jeweiligen Positionsdaten zum Server gelangen, verfügen einige Ankerknoten über ein Ethernet-Gateway, also eine Verbindung in das Netzwerk des Anwenders. Diese Infrastruktur lässt sich durch Sensoren und Aktoren auf den mobilen Knoten für beliebige Szenarien erweitern.

Das Unternehmen Vierling, das Electronic Engineering and Manufacturing Services (E2MS) anbietet, lieferte die Hardware für den laufenden Testbetrieb in Erlangen. Die Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS und das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS entwickelten proprietäre Protokolle für die Sensorknoten. Dem von T-Systems geleiteten OPAL Health-Konsortium gehört als weiterer Technologiepartner das auf Bluttransporte und Kühlketten spezialisierte Unternehmen Delta T an.

Lesen Sie mehr in der Februarausgabe 2010 von „RFID im Blick".

Foto: gg24_de © Fotolia.com

 

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