Erste Filiale ist das House of Gerry Weber in Hannover
Mit Jahresanfang hat der Bekleidungshersteller mit Sitz in Halle/Westfalen damit begonnen, die RFID-Technologie zur Optimierung der Logistik- und Retailprozesse sowie zur Warensicherung einführen. Ziel ist es, 25 Millionen Kleidungsstücke direkt in der Produktion in Asien, der Türkei oder Rumänien mit eingenähten textilen Pflegeetiketten zu kennzeichnen. Dazu werden 150 eigene Filialen in Deutschland und Europa mit RFID-Technik ausgestattet. Die erste Filiale, die neben den Testfilialen in Düsseldorf und Aachen Anfang Februar das RFID-Equipment erhielt, ist das House of Gerry Weber Große Packhofstraße in Hannover.
Planmäßig werden dann sukzessive auch die weiteren Houses of Gerry Weber mit Deckenantennen und Handscannern bestückt. Gleichzeitig will das Unternehmen ab Mai beginnen, jedes Kleidungsstück ab Produktion zu taggen. Bis circa Ende des Jahres sollen dann alle Waren mit dem textilen RFID-Etikett am POS versehen sein. In der Logistikkette sind zunächst Produktionsstätten in Asien eingebunden. ("RFID im Blick" berichtete ausführlich in der Dezemberausgabe). Das Modeunternehmen verspricht sich durch die Technologie eine signifikante Verbesserung der logistischen Prozesse. Durch den elektronischen Produktcode, der sich neben der Warensicherungsfunktionalität auf den Chips befindet, könne die Bekleidung in Zukunft hängend wie liegend aufwandsminimal erfasst und die Transparenz in der Logistikkette erhöht werden „Als wesentliche Vorteile erwarten wir, auf den Verkaufsflächen eine hohe Bestandsgenauigkeit und daraus folgend eine bessere Warenversorgung zu erzielen. Darüber hinaus entfallen zeitintensive Zählungen beispielsweise bei Inventuren. Dadurch bleibt dem Personal in Zukunft mehr Zeit für die individuelle Beratung", so Dr. David Frink, Vorstand für Produktion, Logistik und IT, Gerry Weber International. Einbezogen in den Rollout sind die fünf Marken, die unter dem Dach der Holding produziert werden: Gerry Weber, Gerry Weber Edition, G.W., Taifun und Samoon by Gerry Weber. An dem Rollout sind zudem verschiedene Lösungs- und Logistikpartner beteiligt: Avery Dennison, Deutsche Telekom, DHL, Fiege, Hellmann, Meyer & Meyer, Salt Solutions und Torex.
Lesen Sie weitere Beiträge zu dem Thema in der Reportage „Die textile Wertschöpfungskette und RFID" in der Februarausgabe von „RFID im Blick".
Foto: Gerry Weber International AG








