US-Forscher entwickeln Konzept für intelligente Verkehrswege
Forscher aus den USA entwickeln ein Konzept für die mitdenkende Straße (Intelligent Highway). Mit Solarzellen ausgestattet, soll diese als Energieerzeugung dienen und zugleich die Sicherheit für Autofahrer erhöhen. Letzteres sollen Mikroprozessoren ermöglichen, die Verkehrsbehinderungen an zurückliegende Streckenabschnitte melden und gleichzeitig als Lkw-Mautsystem fungieren - ein RFID-basiertes System.
Der Elektroingenieur und Universitätsdozent Scott Brusaw aus dem US-Bundesstaat Idaho arbeitete für ein Unternehmen der drahtlosen Zählerstandserfassung, als er mit dem Aufbau eines eigenen Forschunslabors begann. Seine Idee: die Entwicklung von Solarzellen für Verkehrswege, die auf kaum genutzten Bereichen wie Mittel- und Standstreifen installiert werden. Die sprichwörtlich auf der Straße liegende Energie könnte Brusaws Berechnungen zufolge etwa 2 000 Haushalte pro zehn Kilometer Highway mit Strom versorgen. Doch das System liefere, so Brusaw, nicht nur Energie, sondern auch Sicherheit. „Während Fahrzeuge die Straße passieren, werden sie von den Solarpanels über Wägezellen erkannt", sagte der Wissenschaftler im Gespräch mit „RFID im Blick". Auch Geschwindigkeit und Position des Fahrzeugs könne erfasst werden. „Wenn das Fahrzeug über einen RFID-Tag verfügt, kann all das in Echtzeit geschehen", so Brusaw. Insbesondere Mautsysteme würden dadurch verbessert. Das Projekt „Solar Roadways" von Scott Brusaw genießt in den USA eine hohe Anerkennung und erhält ein weitreichendes Feedback durch US-amerikanische Medien - und Behörden. Im Oktober 2009 sicherte das amerikanische Verkehrsministerium (USDOT) eine Subvention in Höhe von 69 000 US-Dollar für die Entwicklung eines Prototyps zu.
Lesen Sie mehr zum Thema 'Umwelttechnik' in der Februarausgabe von „RFID im Blick".
Foto: © Anselm Baumgart - Fotolia.com


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






