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RFID unterstützt den Anästhesisten

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Anschluss des Beatmungsschlauches im OPDräger optimiert Geräte mit RFID-Lösungen

Der norddeutsche Anbieter von Medizin- und Sicherheitstechnik Dräger will die Handhabung seiner Beatmungs- und Anästhesiegeräte einfacher und sicherer gestalten. Im November 2009 gingen drei entsprechende Lösungen für das Anästhesiegerät „Primus IE" an den Markt. Bei den „Infinity ID"-Komponenten handelt es sich um einen Beatmungsschlauch, einen CO2-Absorber und eine so genannte Wasserfalle, jeweils mit RFID-Chip ausgerüstet.

Schlauch funkt Beatmungsdaten

Beispielsweise können wichtige Beatmungsparameter kontaktlos von Schlauch zu Gerät und umgekehrt übertragen werden. „Nach dem Starten der Narkose im Einleitungsraum muss der Beatmungsschlauch vom Anästhesiegerät abgekoppelt werden, damit der Patient in den OP gebracht werden kann", so Andreas Otto, Produktmanager für den Bereich RFID-Zubehörkomponenten bei Dräger, im Gespräch mit „RFID im Blick". „Aktuelle Beatmungsparameter und Alarmgrenzen werden auf dem RFID-Tag des Beatmungsschlauches gespeichert. Beim Wiederanschluss des Schlauches im OP stehen diese dann automatisch zur Verfügung und können vom Anästhesisten für das neue Gerät bestätigt werden." Das Universitätsspital Zürich wende dieses System bereits an.

Alarm schützt vor Geräteschäden

Der CO2-Absorber ist eine Kartusche mit Atemkalk, in der Kohlenstoffdioxid aus der Beatmungsluft gefiltert wird. Hier sorgt ein RFID-Chip dafür, dass keine Fehler beim Einrasten des Absorbers passieren. „Wenn der Anästhesist die Beatmung starten will und der Behälter ist nicht eingeklickt, erscheint auf dem Bildschirm des Gerätes ein Alarmhinweis", sagt Andreas Otto. Ein drittes Zubehörteil, dessen Funktionalität Dräger mittels RFID-Technologie erhöhen will, ist die so genannte Wasserfalle. „Am Y-Stück des Beatmungsschlauches ist ein weiterer Schlauch angeschlossen, der Proben zieht, unter anderem um die Anästhesiegas-Konzentration im Gerät zu bestimmen. Bevor das Gas in die Messbank des Anästhesiegerätes gepumpt wird, durchströmt es zur Abspaltung von Feuchtigkeit die Wasserfalle", erläutert Otto. „Sie kann nach zu langer Benutzung an der Oberfläche verschmutzen und schließlich auskondensiertes Wasser durchschlagen lassen. Wenn Kondensat in das optische Gasmesssystem im Anästhesiegerät eindringt, kann das Gasmesssystem zerstört werden." Aufgrund des auf dem RFID-Tag gespeicherten Installationsdatums der Wasserfalle erhalte der Anwender nun rechtzeitig einen Hinweis, wenn die Wasserfalle ersetzt werden muss.

Lesen Sie mehr in der Märzausgabe von „RFID im Blick".

Foto: Dräger Medical AG & Co. KG

 

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