Report: Software und Middleware

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Report Software und Middleware
Die Sicherheit von Softwaresystemen, Entwicklungen im Open-Source-Bereich sowie aktuelle Trends und Anwendungen im RFID-Middleware-Sektor sind die Themen, zu denen sich Software-Spezialisten in Interviews und Kommentaren in der Software-Reports der Märzausgabe von „RFID im Blick" äußern. „Dieses Jahr haben wir auf der CeBIT eine sehr starke Vertretung von Unternehmen, die im Open-Source-Sektor tätig sind, weil unter anderem die Nachfragen nach diesen Produkten immer stärker werden. Diese müssen sich definitiv nicht mehr vor kostenpflichtigen Programmen verstecken, da sie meistens sogar stabiler und sicherer sind." So zumindest kommentiert Nikola Petrovic, Vorsitzender Joomla Deutschland, die Frage: Sind Open Source-Produkte in ihren Funktionen proprietärer Software überlegen?

Trend zu Open-Source-Architekturen

Auch Andreas Trautmann, Geschäftsführer von Linogistix, sieht ein verstärktes Interesse an Open Source-Projekten. „Diese Entwicklung zeigt, dass Open Source im industriellen Umfeld angekommen ist. Für Querschnittsanwendungen wie CRM ist Open Source heute ein zentrales Auswahlkriterium. Im Industrieapplikationsumfeld ist es heute so, dass die Tatsache, dass eine Applikation als Open Source verfügbar ist, nur eine von mehreren Auswahlkriterien ist. Auch hier ist ein klarer Nachfragetrend zu Open Source erkennbar", so der Geschäftsführer.

Im Bereich der Integrationssoftware sei laut Sven Jänchen, Kaufmännischer Leiter bei Ubigrate, vor allem der ein Trend zur Produktisierung sichtbar. „Individuelle Programmierung und Anpassung an die Gegebenheiten in einem einzelnen Unternehmen ist immer sehr kostenintensiv. Sicherlich wird es immer ein Projektgeschäft geben, aber ich denke der Trend geht dahin, dass Lösungen im Sinne von Lösungsprodukten angeboten und als Massenprodukt verkauft werden. Damit sind Preisregionen realisierbar, die den Einsatz dieser Techniken auch im breiten Mittelstand möglich machen."

Rückverfolgbarkeit - ein Thema für die Lebensmittelindustrie

Eine individuelle automatisierte Software sieht Pascal Wopperer, Marketsegment Manager Food & Pharma von Avery Dennison Printer Systems Division EMEA als wesentliche Anforderung, wie ein aktueller Fall in der Lebensmittelindustrie zeigt. Nach mehreren Todesfällen wegen verseuchtem österreichischem Käse hat die Handelskette Lidl zwei Produkte des österreichischen Herstellers Prolactal aus dem Sortiment komplett zurückgezogen. Der aktuelle Fall zeigt, dass Lebensmittelkontrollen in speziellen Fällen offensichtlich einer Optimierung bedürfen. Im Jahre 2002 wurde im Lebensmittelgesetz durch Artikel 178/2000 eine ordentliche Rückverfolgbarkeit aller Lebensmittel über Software oder Papier dokumentiert. Effektiv ist dieser Vorgang ab 1. Januar 2005 einzuhalten. „Um eine effiziente Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln gewährleisten zu können, sollte die eingesetzte Software entsprechend der HACCP-Methode aufgebaut sein. Da jedes Unternehmen individuelle Schritte in der Fertigung hat, sollte die Software so aufgebaut sein, dass es möglich ist aus den verschiedenen Modul-Bausteinen eine individuelle automatisierte Software für die Rückverfolgbarkeit der Produkte zu erstellen - je nach den kundenspezifischen Anforderungen", erläutert Pascal Wopperer im Gespräch mit „RFID im Blick".

Intelligente Middleware im Gesundheitswesen

Um eine Optimierung der krankenhausinternen Prozesse herbeizuführen und den Dokumentationsaufwand zu verringern, untersucht das Fraunhofer ISST gemeinsam mit der TU Dortmund bereits seit Ende 2008, ob die Einführung der RFID-Technologie im OP-Umfeld sinnvoll ist. Dafür wurde im Institut ein Krankenzimmer mit OP-Raum installiert. Die entwickelte softwaretechnische Anwendung basiert auf der MS BizTalk RFID Plattform. „Das Szenario soll dieses Jahr auch im inHaus2-Projekt der Fraunhofer-Gesellschaft in Duisburg Anwendung finden. Im sogenannten „Intelligenten Haus von Morgen" soll ein ganzer Flur als Krankenhaus simuliert werden", erläutert Gregor Kasmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fakultät Informatik an der TU Dortmund, gegenüber „RFID im Blick".

Lesen Sie die vollständige 6-seitige Reportage in der aktuellen Märzausgabe von „RFID im Blick".

Foto: © Mikhail Tolstoy - Fotolia