Intelligente Funkknoten für Gewächshäuser
Wenn Betreiber von Gewächshäusern ihre Klimasensoren einer regelmäßigen Kontrolle unterziehen, können sie Kosten einsparen und nebenbei die Umwelt schonen. Das Problem: Der entsprechende Auftrag an eine Servicefirma bedeutet eine Investition, deren Rücklauf nicht direkt ersichtlich ist. Dafür haben das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS und die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen eine Lösung entwickelt: die Automatisierung der Sensorenkontrolle mittels intelligenter Funkknoten.
„Bei älteren Klimasensoren im Gewächshaus sind 1 bis 2 Grad Fehler keine Seltenheit, was je nach Heiztemperatur 10 bis 20 Prozent zusätzlichen Energieverbrauch bedeutet", erklärt Otto Domke, technischer Berater bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, im Gespräch mit „RFID im Blick". Domkes Fokus bei der Unterstützung von Gartenbaubetrieben liegt auf den Themenbereichen Klimaregelung und Energietechnik. Aus der Suche nach Einsparmöglichkeiten beim Energieverbrauch entstand das Projekt „SensorCheck" in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-IMS. „Die effiziente Regelung der Temperatur ist für das Energiesparen in Gewächshäusern der vorrangige und eigentlich simpelste Punkt", so Domke.
Das drahtlose Sensornetzwerk funktioniert auf Basis des WPAN-Übertragungsstandards IEEE 802.15.4. Die aktiven Funkknoten werden parallel zu den Klimasensoren installiert und messen ihrerseits die Klimawerte, sodass das System eine etwaige Abweichung ermitteln kann. „Mit dieser einfachen Methode kann der Betriebsleiter die Werte im Büro an seinem Kontrollbildschirm vergleichen. Insofern ist das eine Hilfestellung für ihn, seine Sensoren zu überprüfen", sagt Domke.
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