RFID setzt neue Maßstäbe in der Holzlogistik
Unter dem Leitsatz „Intelligentes Holz - RFID in der Rundholzlogistik" entwickeln Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF gemeinsam mit Projektpartnern ein System für die Pulkauslesung von Baumstämmen auf Lkw. Für dieses Jahr sind zwei Großversuche geplant, bis 2011 soll die Lösung marktreif sein.
„Bisherige RFID-Projekte konzentrierten sich auf die Kennzeichnung von Einzelstämmen", so Mike Wäsche, Projektleiter am Fraunhofer-IFF, gegenüber „RFID im Blick". „Vorrangig ging es um Möglichkeiten und Grenzen bei Anbringung und Entfernung der Tags. Keines dieser Projekte ist über den Projektstatus hinausgekommen, weil viele Fragen nicht geklärt werden konnten." Im aktuellen Projekt seien die Forscher schon wesentlich weiter. „Wenn wir letzte technische Probleme aus dem Weg räumen und es dann schaffen, dass die Holzlogistik-Anwender ihre aktuellen IT-Standards anpassen, steht einem Roll-Out nichts mehr im Wege. Unsere Partner aus der Industrie sehen schon jetzt den Mehrwert der Lösung."
Eine der Fragen, die bei vorangegangenen Projekten ungeklärt blieb, sei die nach dem Material des Tags gewesen, sagt Holger Seidel, Geschäftsfeld Logistik- und Fabriksysteme am Fraunhofer-IFF: „Handelsübliche Transponder aus Kunststoff oder Metall sind für Holzabnehmer wie zum Beispiel Zellulosewerke nicht akzeptabel, weil deren Prozess gestört würde." Deshalb verwenden die Forscher zur Legierung der Tags den pflanzeneigenen Stoff Lignin, eine Kohlenwasserstoff-Verbindung, die in der Zellwand von verholzten Pflanzen wie Gräsern, Stauden, Sträuchern und Bäumen eingelagert ist.
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