Prototypische Entwicklung eines RFID-Systems für das Gesundheitswesen
Um eine Optimierung der krankenhausinternen Prozesse herbeizuführen und den Dokumentationsaufwand zu verringern untersucht das Fraunhofer ISST gemeinsam mit der TU Dortmund bereits seit Ende 2008, ob die Einführung der RFID-Technologie im OP-Umfeld sinnvoll ist. Dafür wurde im Institut ein Krankenzimmer mit OP-Raum installiert. Die entwickelte softwaretechnische Anwendung basiert auf der MS BizTalk RFID Plattform. „Das Szenario soll dieses Jahr auch im inHaus2-Projekt der Fraunhofer-Gesellschaft in Duisburg Anwendung finden. Im sogenannten „Intelligenten Haus von Morgen" soll ein ganzer Flur als Krankenhaus simuliert werden", erläutert Gregor Kasmann, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fakultät Informatik an der TU Dortmund, gegenüber „RFID im Blick".
Eindeutige Identifizierung
Das Projekt sieht vor, dass jede Person und alle Materialien in der Domäne mit einem Transponder versehen sind. Alle Transponder haben eine eindeutige Identifizierungsnummern (ID). An den Ein- und Ausgängen sind RFID-Reader platziert. Somit werden Objekte und deren Bewegungen im Krankenhaus durch die Objekt-IDs eindeutig bestimmt. Der Prototyp erfasst diese Objektbewegungen und leitet die Schlussfolgerungen in Form von intelligenten Informationen an die Systeme weiter. „Für Krankenhäuser gibt es verschiedene wichtige Softwaresysteme, an welche die Daten weitergeleitet werden. Unter anderem das Lagersystem für die Gerätschaften, das Krankenhausinformationssystem (KIS), das OP-Saalverwaltungssystem und das Buchhaltungssystem" so Kasmann.
Die intelligente Middleware
Die intelligente Middleware besteht hauptsächlich aus zwei wichtigen Hauptkomponenten: Linking und Anwendungslogik. Die Reader senden der Middleware Informationen über erfasste Transponder. Diese setzt ihre Persistenz auf einem SQL-Server auf. Dort sind auch die Konfigurationsdaten gespeichert. Das Herzstück der Middleware, dieAnwendungslogik, setzt direkt auf dem BizTalk RFID auf. Sie benutzt das Objektmodell und die Business Rules Engine mit einer „Pipes and Actions"-Architektur. Die Anwendungslogik wendet das .Net-Framework an, um die Funktionalität zu implementieren. Sie benutzt den SQL-Server um Daten anzulegen und abzurufen. Die Anwendungslogik übermittelt jedem System, das angebunden ist, seine spezifische Information, beispielsweise übermittelt es einem Lagersystem die Information „Ein Sieb ist im Sterillager angekommen", wenn ein Krankenhausmitarbeit mit einem Sieb das Sterillager betritt und der RFID-Reader den Transponder des Siebs erkennt. In der Middleware hat die Linking-Komponente eine Schnittstelle für jedes System, mit der es Assoziationsinformationen aus dem System generieren kann.
Lesen Sie den kompletten Beitrag in der Software-Reportage in der Märzausgabe von "RFID im Blick".
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