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Sensorische RFID-Lösung im Großlabor

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Rund 30 000 Patientenproben pro Tag  werden im Labor Dr. Stein + Kollegen auf Krankheiten untersucht. Medizinisches Versorgungszentrum seit Anfang März im Realbetrieb

Das wohl größte medizinische Labor Nordrhein-Westfalens setzt aktive RFID-Transponder mit angeschlossenen und teilweise integrierten Temperatursensoren ein. Das Medizinische Versorgungszentrum Dr. Stein + Kollegen mit Hauptsitz in Mönchengladbach ist Anfang März in den Realbetrieb gegangen.

Jeden Tag werden rund 30 000 Patientenproben im Labor Dr. Stein + Kollegen auf Krankheiten untersucht. Die Einhaltung von Zeitplänen und Temperaturgrenzen beim Transport der Probenbehälter von niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern, Spezialkliniken und anderen Laboratorien erfordert einen hohen logistischen Aufwand. Um diesen Aufwand, vor allem aber Fehlerquoten zu reduzieren, begab sich das Großlabor vor zweieinhalb Jahren auf die Suche nach einer technologischen Lösung im Bereich der Automatisierung.

Die Suche führte zur RFID-Technologie. „Wir haben etwa drei Monate lang sorgfältig die unterschiedlichen Möglichkeiten abgewägt", so Axel Klömpges, Leiter Logistik bei Dr. Stein + Kollegen. „Alternativ zu RFID waren der Barcode und ein manuell auslesbarer Temperaturlogger in der Diskussion. Für die manuelle Auslesung der Daten hätten wir aber wieder Personal benötigt. Und wo Personal arbeitet, passieren zumeist mehr Fehler als dort, wo alles elektronisch läuft. Also haben wir uns nach den unterschiedlichen Einsatzbereichen, Möglichkeiten und Grenzen der RFID-Technologie umgehört."

Die Projektpartner identifizierten zwei mögliche Anwendungsbereiche für aktive Transponder mit angeschlossenem Temperatursensor. Zum einen geht es um die automatisierte Temperaturkontrolle von Aufbewahrungsschränken und Räumen. Temperaturempfindliches Inventar wie beispielsweise Kühlschränke und Brutkästen wurden mit aktiven RFID-Transpondern ausgerüstet, die kabelgebunden mit einem externen Temperaturlogger verbunden sind. So gibt der Sensor den innen gemessenen Temperaturwert an den Transponder, der außen befestigt ist, weiter. Der Transponder funkt auf der Frequenz 868 MHz und verfügt über einen 32 Kilobyte-Speicher.

Zum anderen ermöglicht das System die Ortung und Temperaturkontrolle von Probenbehältern im Transport. Hierfür entwickelten Identec Solutions und PCO einen aktiven RFID-Transponder mit integriertem Temperaturlogger.

Lesen Sie mehr in der Märzausgabe von „RFID im Blick".

Bild: Rob Byron @fotolia.com

 

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