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Automatisierte Grenzkontrolle

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In den vier Grenzkontrollspuren werden alle routinemäßigen Überprüfungsschritte der Reisenden automatisiert durchgeführt.Projekt 'EasyPASS' optimiert die Grenzkontrolle am Frankfurter Flughafen

Seit dem 1. November 2005 ist im deutschen Reisepass ein RFID-Chip integriert, welcher die personenbezogenen Daten und das Lichtbild speichert. Die Funktionen des Chips ermöglichen eine maschinelle Überprüfung von Passinhaber und dem ePass selbst. Auf Basis dieser automatisierten Überprüfung hat die Bundespolizei in Kooperation mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das Projekt 'EasyPASS' initiiert, welches seit August 2009 am Flughafen Frankfurt am Main in Betrieb ist. In vier Grenzkontrollspuren können Reisende alle routinemäßigen Überprüfungsschritte automatisiert durchführen lassen. „Aufgrund der Überprüfung der integrierten digitalen Inhalte können wir das Sicherheitsniveau einer Passkontrolle erheblich steigern", indem wir zusätzlich einen Abgleich mit einer Gesichtsbildkamera durchführen", erklärt Projektleiter Mathias Grell gegenüber „RFID im Blick".

„Momentan sind bereits über 40 Prozent der deutschen Reisepässe als ePässe im Umlauf. Vor dem Hintergrund, dass ein Reisepass zehn Jahre gültig ist, wird im Jahr 2015 der letzte normale Reisepass abgelaufen sein. Dies hat uns dazu bewegt bereits im Jahr 2007 das Projektszenario für 'EasyPASS' zu beschreiben", fasst Grell zusammen. Nach Ablauf des Projekts am 31. März 2010 sollen detaillierte Evaluierungsergebnisse ausgewertet werden. Laut des Projektleiters solle das System am Frankfurter Flughafen weiter im Einsatz bleiben und im Falle entsprechend positiver Evaluierungsergebnisse bis 2012 auch eine identische Installation an den deutschen Flughäfen Düsseldorf, Berlin und München erfolgen.

Prozessblauf über drei Prüfszenarien
Für die Reisenden ist die Benutzung der Kontrollspuren am Flughafen freiwillig. Voraussetzung für die Teilnahme ist der elektronische Reisepass und Volljährigkeit. Im ersten Schritt legt der Reisende den Reisepass auf ein von der Bundesdruckerei installiertes RFID-Dokumentenlesegerät. Daraufhin werden drei Prüfszenarien durchgeführt:

1. Die Abfrage der personenbezogenen Daten in der maschinenlesbaren Zone sowie ein Abgleich mit der Datenbank der Bundespolizei nach verlorengegangenen oder gestohlenen Reisedokumenten.

2. Prüfung der optischen Sicherheitsmerkmale, indem ein Abgleich mit einer Dokumentenreferenzbilddatenbank erfolgt, sodass manipulierte Pässe im Vornherein erkannt werden.

3. Prüfung der digitalen Sicherheitsmerkmale, unter anderem der gespeicherten Zertifikate im Chip durch eine eigens für das Projekt programmierte PKI (Public Key Infrastructure). Diese erfolge über die Bundespolizei-Server mit gespeicherten korrespondierenden Länderzertifikaten.

Abgleich durch Biometriekamera
Die ersten drei Prüfungen erfolgen innerhalb von fünf Sekunden. Sollten keine Datenmißbräuche vorliegen, öffnet sich das erste Schleusentor und der Reisende betritt das System. Im nächsten Schritt blickt die Person in eine Biometrie-Kamera. Das ausgelesene Chip-Bild wird nun mit dem Biometrie-Algorithmus mit dem soeben aufgenommenen Live-Bild verglichen. Sollte auch diese Prüfung erfolgreich sein, öffnet sich die Ausgangstür und der Grenzübertritt ist vollzogen. Im Durchschnitt dauert der gesamte Grenzübertritt rund 15 Sekunden.

Lesen Sie den kompletten Beitrag in der Märzausgabe von „RFID im Blick".

Bild: Bundespolizeipräsidium

 

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